Der große Dübel-Ratgeber

Sie suchen den passenden Dübel für Ihr Vorhaben? Im großen Dübel-Ratgeber von fischer finden Sie alle Informationen, die Sie dafür benötigen. Von der Definition des Wandmaterials über Dübelarten und die Belastbarkeit von Dübeln bis zur richtigen Schraube, erklären wir Ihnen alles, was Sie wissen müssen. Außerdem geben wir Tipps zur richtigen Befestigung und beantworten wichtige Fragen, wie zum Beispiel zum Entfernen von Dübeln.

 

Inhalt

1. fischer Dübelarten und Anwendungsgebiete
2. Der fischer Dübelfinder
3. Der richtige Dübel zum Material
4. Die Dübelbelastbarkeit
5. Dübel richtig anbringen
6. Der Dübel hält nicht - schnelle Hilfe
7. Dübel richtig entfernen
8. Dübel FAQ

 

 

1. fischer Dübelarten und Anwendungsgebiete

Hier finden Sie in der praktischen Übersicht die verschiedenen Dübelarten und ihre Anwendungsgebiete.
Kunststoffdübel

Kunststoffdübel

Kunststoffdübel sind die ideale und wirtschaftliche Befestigung für leichte und mittelschwere Lasten.
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Hohlraumduebel

Hohlraumdübel

Die Befestigung an Wänden und Decken aus Plattenbaustoffen und in Hohldecken erfordert spezielle Hohlraumdübel.  
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Gipskartondübel

Gipskartondübel ermöglichen eine einfache und schnelle Montage in Gipskarton und Gipsfaserplatten.
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Langschaftdübel

Langschaftdübel

Langschaftdübel aus Kunststoff sind für die Befestigung u.a. von Fassaden-, Dachunterkonstruktionen, schweren Hängeschränken, Kabeltrassen und Türen die passende Lösung. 
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Metalldübel

Metalldübel

Metalldübel bieten ein vielseitiges Anwendungsspektrum für unterschiedlichste Untergründe und Anwendungen
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Dübelset

Dübel-Sets

Große Vielfalt an unterschiedlichen Dübeln in verschiedenen Größen: Dübel-Sets sind der ideale Begleiter für Handwerker und Hobbybastler, denn sie bieten den passenden Dübel für jeden Zweck und jede Wand. Die Auswahl an Sets ist groß. Finden Sie beispielsweise Sets, die bereits die passenden Schrauben enthalten.
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Flüssigdübel

Flüssigdübel

Flüssigdübel und Reparaturvlies sind universell einsetzbar.
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Fensterrahmendübel

Fensterrahmenschrauben

Die fischer Fensterrahmenschrauben ermöglichen eine spannungsfreie und dauerhafte Befestigung von Fenster- und Türrahmen. 
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Chemiedübel

Chemische Dübel

Chemische Befestigungen sind die Befestigungslösung, um extreme Lasten in Beton, Porenbeton oder Mauerwerk spreizdruckfrei einzuleiten 
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Stahldübel

Schwerlastdübel

Schwerlastdübel (wie z.B. Stahldübel) sind eine mechanische Verankerungslösung für schwere Lasten in Beton. Verankerungen in ungerissenem und gerissenem Beton, im Innen- und Außenbereich, in hochkorrosiver Atmosphäre oder unter besonderen Anforderungen an den Brand- und Erdbebenschutz erfordern die Verwendung von hochwertigen, speziell für die jeweilige Anwendung geprüften und zugelassenen Produkten.
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 Stahlanker

Stahlbolzen und Stahlanker können sehr schwere Lasten tragen, für die gewöhnliche Dübel zu schwach sind. Auch unter großer Last verformen sie sich nicht.
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Dämmstoffdübel

Dämmstoffdübel

Dämmstoffdübel sind Befestigungselemente zur Fixierung von Dämmplatten. Die unterschiedlichen Baustoffe, Materialien, Dicken, Brandschutz- und Systemanforderungen machen spezielle Dübel für die Montage von Dämmstoffplatten erforderlich. 
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2. Der fischer Dübelfinder

 

 

3. Der richtige Dübel zum Material

Abhängig vom Material der Wand, in der der Dübel verankert werden soll, brauchen Sie den passenden Dübel. Die Beschaffenheit von Wänden variiert je nach Bauzeit und Baustil. Um sicherzugehen, dass Sie den richtigen Dübel für Ihren Zweck nutzen, müssen Sie zuerst herausfinden, mit welchem Material Sie es zu tun haben. Wir zeigen Ihnen, wie.

 

3.1 Wie erkenne ich das Material meiner Wände?

Bei einer verputzten Wand können Sie das verwendete Material nicht von außen erkennen. Wenn auch der Vermieter oder Nachbar das Material nicht kennt, können Sie es anhand von Bohrmehl bestimmen. Bohrmehl ist der feine Staub, der beim Bohren in eine Wand entsteht.

 

3.2 Dübel für alle Materialien

Es ist immer gut, universelle Dübelsorten wie den DUOPOWER und Universaldübel UX, die in Beton, Vollstein, Lochstein und Porenbeton eingesetzt werden können, zuhause zu haben. Diese Modelle können je nach Dübelgröße und Wandmaterial mit 4 kg (Porenbeton und UX 5 mm x 30mm) bis 530 kg (Beton und DUOPOWER 14 mm x 70 mm) belastet werden.

 

3.2.1 Dübel für Außenwände / gedämmte Wände

Bei Dübeln für Dämmungen oder Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) muss man zwischen Befestigung für die Dämmung selbst und Dübel zur Befestigung in Dämmungen unterscheiden. 
Dämmstoffbefestigungen haben eine großflächige Halterung am Ende, die die Dämmung an der zu dämmenden Außenwand hält. Um Halterungen in gedämmten Wänden zu befestigten, sind je nach Material und Anwendungsfall entweder lange Anker notwendig, die in die Wand eingesetzt werden oder spiralförmige Dübel, die sich in die Dämmung einschrauben lassen.
Stellen Sie also zuerst fest, wie dick die Dämmung ist. In den meisten Fällen haben die Außenwände 12 cm bis 18 cm Dämmung, die selbst keine oder nur wenig Last tragen kann. Je nach Dicke des Dämmmaterials müssen Sie dann den entsprechenden Dübel mit einem Abstandsmontagesystem verwenden.

Der fischer Thermax Dübel ist hierfür gut einsetzbar. Sein Abstandsmontagesystem erlaubt es, die Dämmung durch eine sehr lange Gewindestange zu überbrücken und die Tragfähigkeit der dahinterliegenden Wand zu nutzen. Abhängig von der Dicke der Dämmung kann der Dübel so justiert werden, dass es keine Überstände gibt.
Diese Dübel sind die ideale Lösung, um nicht tragendendes Material von 62 bis 290 mm Dicke zu überbrücken und Leuchten oder Klimageräte zu tragen. Dabei schützt der Kopf des Dübels die Dämmung.

Leichtere Objekte wie kleine Lampen können Sie alternativ durch Dämmstoffdübel mit Gewindespirale direkt in der Dämmung verankern. Geeignet sind diese für Dämmplatten aus Polystyrol oder Polyurethan und WDVS.

  • Dicke des Dämmmaterials prüfen
  • Lange Anker oder spiralförmige Dübel
  • Dübel mit Abstandsmontagesystem

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3.2.2 Dübel für Porenbeton

Porenbeton ist aufgrund seines geringen Gewichts und der leichten Verarbeitung ein beliebter Baustoff. Bei flächiger Belastung weist das Material eine hohe Stabilität auf. Bei Bohrungen kann es jedoch mit einer falschen Verankerung zu ausgebrochenen Bohrlöchern kommen.
Um Befestigungen in Porenbeton anzubringen, haben sich Porenbetonanker, Gasbetondübel oder Schwerlastbefestigungen bewährt. Auch der klassische Fischerdübel (z.B. DUOPOWER oder SXRL) kann diese Aufgabe bewältigen.

Zur Befestigung von Lasten bis 2 kg in Porenbeton ist kein spezieller Dübel notwendig. Hier haben Sie die freie Auswahl vom Dübel S über Nageldübel und Dübel SX bis zum DUOPOWER und Universaldübel UX. Achten Sie allerdings unbedingt darauf, die richtige Schraube zum Dübel beziehungsweise den richtigen Dübel zur Schraube zu wählen.

Der fischer DUOPOWER eignet sich unter anderem für Holzschrauben, Spanplattenschrauben und Stockschrauben.

Der Fischerdübel „S“ ist von seiner Beschaffenheit perfekt auf Holz- und Spanplattenschrauben abgestimmt und verfügt über eine Verdrehsicherung. Zur Befestigung von eher leichteren Objekten lässt er sich aber auch in Porenbeton verwenden. Je nach Dübellänge sollte der Dübel S maximal mit 2 bis 28 kg, der Dübel SX mit 3 bis 20 kg belastet werden.

Der fischer Gasbetondübel GB, auch liebevoll „der Spezielle“ genannt, ist wie gemacht für Gasbeton oder unverputzten Porenbeton. Die spiralförmigen Außenrippen sorgen dafür, dass sich der Dübel in die Wand schneidet und so perfekten Halt bietet. Nach dem Vorbohren wird er einfach in die Wand eingeschlagen. Er ist ideal, um Lasten bis 20 bzw. 40 kg wie Lampen, Wandregale, Kabeltrassen und Gardinenschienen in Porenbetonwänden zu befestigen. Sie erhalten ihn in den Durchmessern 8 mm, 10 mm und 14 mm. Dieser Dübel sollte ausschließlich in Kombination mit Holzschrauben verwendet werden.

Der fischer Porenbetonanker FPX-I ist ideal, um Decken abzuhängen oder Kabeltrassen, Lüftungskanäle und Rohrleitungen zu verlegen. Die empfohlene Tragfähigkeit liegt bei 43 kg. Weitere Anwendungsgebiete sind Geländer oder Küchenschränke, sowie das Anbringen von Fernsehkonsolen. Verwendet werden diese Anker zusammen mit metrischen Schrauben (M6 bis M12).

Ein Porenbetonanker lässt sich schnell und ganz einfach montieren, indem er zunächst in das Bohrloch eingeschlagen und anschließend mit Hilfe eines Sechskantschlüssels angezogen wird. Dafür sollte ein Akkuschrauber oder eine Ratsche zur Hilfe genommen werden. Die praktische 4-fache Spreizung des Dübels wird verhindert, dass sich der Anker im Bohrloch mitdreht und keinen Halt bekommt.

  • Bis 2 kg Last kein spezieller Dübel notwendig
  • Porenbetonanker
  • Gasbetondübel
  • Schwerlastbefestigungen
  • Klassischer Fischerdübel

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3.2.3 Dübel für Beton und Vollstein

Beton und Vollstein bieten die beste Voraussetzung für eine hohe Tragfähigkeit selbst mit einfachen Dübeln. Sogar kleinste Dübel können hier mit bis zu 14 kg belastet werden, wobei Beton etwas besseren Halt bietet als Vollstein.
Für Profianwendungen sind Schwerlastbefestigungen, Schwerlastanker, Bolzenanker oder Hochleistungsanker die optimale Lösung.

Der Fischerdübel „S“ kann in allen verschiedenen Größen für Wände aus Beton verwendet werden. Dabei kann der kleinste Dübel mit 5 mm Durchmesser in einer Betonwand bis zu 28 kg und bei Vollstein bis zu 24 kg tragen, ohne Schwäche zu zeigen.

Ab Lasten von ca. 150 kg sollten Sie eine Schwerlastverankerung in Betracht ziehen, z. B. das FIS System ohne Ankerhülse in Verbindung mit FIS VS Injektions-Mörtel. 

Bolzenanker eignen sich besonders für gerissenen Beton. Es gibt sie mit verstellbarem Innengewinde, sodass die Nutzlänge variabel justiert werden kann.

  • Kleinste Dübel (Fischerdübel S) tragen bis 14 kg
  • Schwerlastbefestigungen
  • Schwerlastanker
  • Bolzenanker
  • Hochleistungsanker 

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3.2.4 Dübel für Gipskarton und Gipsfaserplatten

Die beste Tragfähigkeit für Plattenbaustoffen aus Gips und Hohlräume bietet der Dübel DUOTEC. Dabei handelt es sich um einen Nylon-Kippdübel für Hohlräume. Er wird durch ein kleines Bohrloch hinter die Platte geschoben und dort senkrecht aufgestellt, sodass er mit einer Schraube mit beliebigem Gewinde durchbohrt werden kann. Die empfohlene Tragfähigkeit liegt bei 20 kg bis 51 kg, abhängig vom Material und der Plattenstärke.

Die besondere Stärke des Gipskartondübels GK ist das mitgelieferte Setzwerkzeug, das ein Vorbohren bei Platten bis 15 mm Dicke unnötig macht. In der Ausführung GKM handelt es sich um einen selbstbohrenden Metalldübel.

Selbstbohrend ist auch der fischer DUOBLADE, dessen Metallspitze an das Ende eines Torpedos erinnert. Diese Metallspitze wird beim Einschrauben der Spanplattenschraube aus dem Dübel herausgedrückt. Durch das Herausfallen der Metallspitze hören Sie, dass die Schraube bis zum Ende eingedreht wurde.

Der Hohlraum-Metalldübel erfordert zur Montage eine Montagezange und ist speziell für metrische Gewinde bis M6 und Platten von 3 bis 50 mm geeignet. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Dübeln handelt es sich hier um einen Spreizdübel.

Weniger Hilfsmittel erfordert der Spreizdübel PD (Plattendübel), der bei einer Plattendicke von 6 mm zusammen mit Spanplattenschrauben verwendet werden kann.

  • DUOTEC
  • Plattendübel PD
  • Gipskartondübel
  • DUOBLADE
  • Hohlraum-Metalldübel
  • Spreizdübel PD (Plattendübel)

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3.2.5 Dübel für Hochziegel / Lochstein

Lochsteine können z.B. aus Kalksandstein oder aus Ziegelstein bestehen. Die Befestigung in Lochstein ist mitunter schwierig, weil die Position der Löcher im Stein nicht zu erkennen ist. Beim Bohren bemerken Sie die Hohlräume, da der Widerstand plötzlich ab einer gewissen Tiefe geringer ist. Für Befestigungen ist es wichtig, dass der Dübel sicher zwischen den Steinstegen im Lochstein aufspreizt.

Zur einfachen Anwendung eigenen sich der DUOPOWER (Tragfähigkeit max. 13 kg bis 40 kg) und Universaldübel UX (Tragfähigkeit max. 20 kg bis 40 kg) sowie der Dübel SX (Tragfähigkeit max. 7 kg bis  50 kg).

Zur Schwerlastbefestigung sind eine Ankerhülse – auch Siebhülse oder Injektionsankerhülse genannt – und eine Ankerstange notwendig, die mit Multifunktionsmörtel, Montagemörtel oder Hochleistungsmörtel fixiert wird.

Handelt es sich um gedämmtes Mauerwerk aus Beton ist die Thermax-Serie die richtige Wahl.

Achtung! Der Fischerdübel „S“ kann leider nicht für das Anbringen in Hochziegeln oder Lochsteinen verwendet werden. Hier ist also eine Speziallösung erforderlich.

  • Duopower (bis 40 kg)
  • Universaldübel UX (bis 40 kg)
  • Dübel SX (bis 50 kg)
  • Ankerhülse und Ankerstange zur Schwerlastbefestigung
  • Thermax-Serie für gedämmtes Mauerwerk/Beton

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3.2.6 Sonderfall: Dübel im Altbau und Dübel für poröse Wände

Beim Bohren in Altbauwänden treten oft Probleme auf. Zum Beispiel, wenn die Wand nicht aus massiven Materialien, sondern beispielsweise aus Schlacke besteht. Das Bohrmehl ist dann schwarz und herkömmliche Befestigungssysteme sind nicht ausreichend. Unsere Lösung ist hier der Flüssigdübel Fill & Fix. Dafür wird eine Siebhülse in das Bohrloch gesteckt und mit dem Flüssigdübel gefüllt, sodass sich die Masse durch die Hülse im porösen Wandmaterial verteilt. Sie können dann die Schraube nach wenigen Minuten in die Hülse eindrehen.

Außenwände von Altbauten bestehen hingegen häufig aus Mauerwerk, das am roten Bohrmehl erkennbar ist. Bei Decken wurden meistens Holzbalken als tragende Elemente verwendet, deren Zwischenräume nur mit Dämmmaterial gefüllt wurden. Hier sollten Sie versuchen, über Klopfen die Lage des Balkens zu ermitteln.

  • Flüssigdübel Fill & Fix

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4. Die Dübel-Belastbarkeit

Ist ein Dübel an einer Decke oder Wand befestigt, wirken auf ihn verschiedene Kräfte:

  • Die Zugkraft wirkt in Längsrichtung auf den Dübel, wenn dieser für Aufhängungen an der Decke genutzt wird.
  • Die Querkraft wirkt auf den Dübel in Querrichtung. Sie ist die Kraft, die senkrecht auf den Dübel wirkt, wenn dieser z.B. sehr flache Objekte an senkrechten Flächen hält. Bei Objekten mit mehr Tiefe wirkt die Schrägkraft.
  • Die Schrägkraft ist eine Kombination aus Zugkraft und Querkraft, die auf den Dübel wirkt, wenn schwere und in den Raum ragende Objekte an der Wand befestigt sind. Das können zum Beispiel Hängeschränke sein. Diese Kraft wirkt dann nicht allein senkrecht nach unten (Querkraft) auf den Dübel, sondern zieht ihn auch aus der Wand heraus (Zugkraft). Wie stark die Schrägkraft ist, hängt maßgeblich von den Abmessungen der jeweiligen Last ab.

Diese Kräfte werden in Newton angegeben, wobei 10 Newton (N) annähernd einem Kilogramm entsprechen. Zu bedenken ist bei Hängeschränken auch immer das Gewicht, das durch Geschirr und ähnliches hinzukommt. Bei einem großen Teller kann durchaus mit einem Gewicht von bis zu 1 kg gerechnet werden.

Bei jedem Dübel finden Sie auf der Verpackung eine Angabe zur Tragfähigkeit. Nehmen Sie das Gesamtgewicht, das mit dem Dübel befestigt werden soll, als Richtwert für Ihre Auswahl. Auch wenn sich die Belastung auf mehrere Dübel verteilt, ist es sinnvoll, nicht zu knapp zu kalkulieren.

Wie stark ein Dübel belastet werden kann, hängt auch vom Wandmaterial ab. Beton bietet die beste Stabilität, gefolgt von Vollstein. Lochstein und Porenbeton erfordern bei Belastungen von mehr als 30 kg spezielle Dübel. Die beste Tragfähigkeit erreichen Sie mit dem für den Dübel größtmöglichen Schraubendurchmesser.

Hier beispielhaft die Tragfähigkeit in kg des Universaldübels UX nach Wandmaterial:  

Dübeldurchmesser/Bohrdurchmesser: 8 mm
Dübellänge: 50 mm
Schraubendurchmesser: Dübeldurchmesser - 1 mm - 2 mm = 6-7 mm
Schraubenlänge: min. 56mm + Putzicke + Anbauabstand

Als grobes Richtmaß wird bei klassischen und Universaldübeln empfohlen, Schrauben zu verwenden, die 2 cm länger sind als die verwendeten Dübel

 

4.1 Dübellänge ermitteln

Die passende Dübellänge ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. So kommt es zum Beispiel darauf an, um welches Wandmaterial es sich handelt und welche Kräfte auf den Dübel wirken. Idealerweise kennen Sie das Material der Wand.

Grundsätzlich steigt die Stabilität mit einer größeren Länge und Dicke von Schraube und Dübel. Prüfen Sie auf jeden Fall im Vorfeld, welche maximale Tragfähigkeit der von Ihnen eingesetzte Dübel aufweist. Diese Informationen befinden sich auf der Verpackung – bewahren Sie Dübel deshalb am besten auch immer in der Originalverpackung auf. Übrigens: Auf dem Dübel selbst steht meist nur der Durchmesser des Dübels, selten die Länge. Diese lässt sich aber einfach mit einem Lineal oder Messschieber ausmessen.

Möchten Sie einen Dübel kaufen, ohne das Material zu kennen, können Sie für die meisten Anwendungen auf den Universaldübel, den DUOPOWER oder den Dübel SX zurückgreifen. Bei diesen Dübeln können Sie auch bei schwierigem Material wie Porenbeton und mit der kleinsten Größe von 5 mm Durchmesser und 25 mm Länge mit einer empfohlenen Traglast von maximal 3 kg rechnen.

Bei einer Traglast von mehr als 10 kg und unbekanntem Material sollte der Dübel mindestens einen Durchmesser von 10 mm haben und 60 bis 80 mm lang sein. Diese Angaben sind allerdings nur grobe Richtwerte. Denn es gibt auch Fälle, in denen nur Flüssigdübel festen Halt bieten.

 

 

5. Dübel richtig anbringen

Für das Anbringen von Dübeln gibt es einige hilfreiche Tricks, mit denen Sie unnötigen Frust vermeiden. Erfahren Sie hier vom Bohren bis zum sicheren Fixieren alles, was Sie wissen müssen.

Überblick

5.1. Befestigung mit Bohren

5.2. Befestigung ohne Bohren

5.1 Befestigung mit Bohren

 

Schritt 1: Dübel – welcher Bohrer(-Durchmesser) ist der richtige?

Zum Prüfen des Materials empfiehlt es sich, mit einem kleinen Bohrer eine Probebohrung vorzunehmen. Am besten eignet sich dafür ein Steinbohrer. Auch für das Bohren des Dübellochs können Sie für die meisten Wandmaterialien einen Steinbohrer verwenden. Für Gipswände bietet sich ein Metallbohrer an.

Allgemein gilt, dass der Durchmesser des Dübels gleich dem Durchmesser des Bohrers sein sollte. Sowohl auf dem Bohrer als auch dem Dübel finden Sie in der Regel die jeweilige Durchmessergröße. Der Durchmesser eines Dübels ist außerdem immer auf seiner Verpackung angegeben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welchen Durchmesser der Bohrer hat, können Sie diesen am Ende des Bohrers abmessen.

Ist das Wandmaterial weich, wie zum Beispiel bei Porenbeton, wählen Sie für den Bohrer einen kleineren Durchmesser als den des Dübels. Ist der Dübel also 5 mm breit, würden Sie einen 4 mm Bohrer verwenden. So sitzt der Dübel fester in der Wand und neigt nicht so leicht dazu, sich beim Eindrehen der Schraube mitzudrehen. Außerdem erhöhen Sie damit auch die Tragfähigkeit.

 

Schritt 2: Randabstand für Dübel

Halten Sie beim Bohren von Dübellöchern immer einen gewissen Abstand zum Rand und zu den Kanten der Wand. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, die ein Ausbrechen verhindern soll. Für Kunststoffdübel empfiehlt sich ein Randabstand von zwei Dübellängen.

Auch zwischen den Dübeln sollte der Abstand nicht zu gering gewählt werden. Gut ist hier ein Abstand von zweifacher Bohrtiefe bei nicht zugelassenen Dübeln. Der Abstand zwischen den Dübeln wird auch als Achsabstand bezeichnet. Besondere Relevanz haben Randabstände bei Rahmendübeln/Langschaftdübeln sowie bei Stahlanker- und Porenbetondübeln.
Achten Sie neben den Randabständen auch immer auf Leitungen in der Wand. Bohren Sie nie direkt über oder unter Armaturen, Lichtschaltern oder Steckdosen. Leitungen verlaufen in der Regel von dort senkrecht nach oben oder nach unten sowie seitlich horizontal. Halten Sie von diesen Bereichen mindestens 10 cm Abstand in jede Richtung.

Stellen Sie sich zum Beispiel eine Horizontale zwischen den Steckdosen vor und setzen Sie kein Bohrloch im Abstand von 10 cm oberhalb oder unterhalb dieser Linie. Sicherer ist die Verwendung eines Leitungssuchgeräts. Insbesondere in Altbauten können Sie sich nicht auf geradlinige Leitungsverläufe verlassen.

 

Schritt 3: Dübellöcher bohren – so geht‘s

Je nach Mauerwerk oder Beschaffenheit der Wand bieten sich unterschiedliche Bohrarten an:

  • Zum Vorbohren und zur Materialbestimmung: einfaches Drehbohren.
  • Weiche Wände aus Mauerwerk, Lochstein und Porenbeton: Standard-Drehbohrer.
  • Sehr stabile und widerstandsfähige Wände aus Vollbaustoffen (Beton): Schlagbohren und Hammerbohren erleichtern das Bohren, sind aber nicht zwingend erforderlich. Ein Schlagbohrer zertrümmert mit schneller Rotation und hoher Schlagzahl bei geringer Einzelschlag-Energie den Beton, beim Hammerbohren geschieht dies mit langsamer Rotation und geringer Schlagzahl mit hoher Einzelschlag-Energie.

Legen Sie den Dübel an die Spitze des Bohrers an und markieren Sie den Bohrer am Ende der Dübellänge mit einem farbigen Klebeband. So sehen Sie beim Bohren, wann das Loch tief genug ist. Das Bohrloch sollte mindestens so tief sein, wie der Dübel lang ist. Ist auf der Wand eine Putzschicht aufgetragen, müssen Sie diese auf die Bohrtiefe addieren, damit der Dübel nicht im Putz, sondern allein im festen Wandmaterial sitzt. Ist das Loch zu tief, versinkt der Dübel darin.

Halten Sie die Bohrmaschine beim Bohrvorgang immer im gleichen Winkel, möglichst senkrecht zur Wand. Denn Winkeländerungen weiten den vorderen Teil des Lochs und gefährden so den Halt des Dübels. Eine sogenannte Bohrhilfe kann Ihnen beim Bohren eines geraden und sauberen Loches helfen. Professionelle Bohrhilfen lassen sich auf die Bohrtiefe einstellen.

Das Bohrloch sollte in den meisten Fällen genauso groß sein wie der Durchmesser des Dübels. Das gilt allerdings nicht bei weichen Materialien. Hier kann ein etwas kleineres Bohrloch zu einem besseren Halt des Dübels beitragen.

Schritt 4: Dübel in die Wand einsetzen

Bevor Sie den Dübel in das Bohrloch einsetzen, entfernen Sie das entstandene Bohrmehl. Schlagen Sie den Dübel mit einem (Gummi-)Hammer ein, sodass dieser fest und im rechten Winkel zum Mauerwerk sitzt.

Zwischen Dübel und Wandmaterial sollte sich kein Hohlraum befinden. Bemerken Sie beim Einsetzen, dass der Dübel zu leicht gleitet, greifen Sie besser zu einem größeren Dübel. Steht der Dübel über, empfiehlt es sich, noch tiefer in die Wand zu bohren. Nur wenn der Dübel komplett und fest in der Wand sitzt, kann er die maximale Tragfähigkeit bieten. Prüfen Sie besonders bei Lochstein, dass sich der Dübel nicht aufgrund der Hohlräume bewegt.

Erst wenn alles richtig sitzt und der Dübel sicher verankert ist, sollten Sie die Schraube reinschrauben. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit für eine sorgfältige Kontrolle.

5.2 Befestigung ohne Bohren

Bestimmte Gegenstände können Sie auch ohne zu bohren in oder an der Wand befestigen. Für kleinere und leichtere Gegenstände eignet sich dafür Kleber. Unter Idealbedingungen kann mit Montagekleber eine Endfestigkeit von 260 kg pro 10 cm2 und mit 320 kg Kleber bis zu 320 kg je 10 cm2 erreicht werden. Befreien Sie den Untergrund vor dem Kleben unbedingt von Fett und Staub. Bedenken Sie auch, dass sich eine Befestigung mit Dübeln besser entfernen lässt.

 

 

 

6. Der Dübel hält nicht - schnelle Hilfe

Wenn der Dübel mal nicht hält, gibt es auch dafür Lösungen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie ausgebrochene und lockere Dübel wieder befestigen können.

6.1 Gründe für ausgebrochene und lockere Dübel

Es gibt viele Gründe, warum ein Dübel ausreißt oder abbricht. Dazu gehören:

  • Poröses Wandmaterial (häufig bei Altbauten)
  • Die Schraube ist nicht richtig befestigt
  • Fehler beim Bohren
  • Falsch berechnete Tragfähigkeit (z.B. Traglast des Gegenstands wurde ohne Inhalt berechnet)
  • Eine Kombination der genannten Gründe

 

6.2 Lösungen für ausgebrochene und lockere Dübel

Dübel-Montagekleber: Dübel einkleben

Ist das Bohrloch ausgerissen, zu groß geraten oder das Wandmaterial porös, kann das Einkleben des Dübels eine Lösung sein.

Fill & Fix ist speziell für das Einfüllen in Bohrlöcher und für guten Halt für Dübel und Schraube konzipiert. Mit Fill & Fix können Sie bei einigen Wandmaterialien sogar komplett auf den Dübel beziehungsweise die Siebhülse verzichten. Je nach Material und Verankerung befestigen Sie damit 10 bis 70 kg schwere Objekte. Für größere Lasten empfehlen wir den FIS VS Injektions-Mörtel.

Montagekleber ist eigentlich für das Anbringen von beispielsweise Zierelementen und für flächiges Verkleben gedacht. Für Dübel, auf die nur eine geringe Last wirkt, können Sie aber auch diesen Kleber verwenden. Möchten Sie einen Dübel in einem ausgerissenen Bohrloch wieder unterbringen, empfehlen wir die Verwendung von Reparaturvlies. Legen Sie das Vlies um den Dübel, damit füllt sich der Hohlraum zwischen Dübel und Wandmaterial.

Dübel eingipsen

Um herausgefallene Dübel wieder einzusetzen können Sie auch Gips verwenden. Die Tragfähigkeit ist damit allerdings eher gering, da Gips ein poröses Material ist und sich besser zum Verschließen von Löchern eignet.

 

 

7. Dübel richtig entfernen

Ob bei einem Auszug, Renovierung oder für eine Umgestaltung – manchmal ist es notwendig, Dübel zu entfernen. Wir zeigen Ihnen, wie!

 

7.1 Das richtige Werkzeug zum Dübel entfernen

Je nach Dübel und Situation benötigen Sie verschiedene Werkzeuge. Grundsätzlich sollten Sie eine Flachspitzzange, einen Korkenzieher und ein Teppichmesser zur Hand haben.

7.2 Tipps, um den Dübel aus der Wand zu ziehen

Tipp 1:
Der Spreizdübel, die gängigste Dübelform, weitet sich durch das Eindrehen der Schraube auf und verankert sich so in der Wand. Bei dieser Dübelform ist es wichtig, zuerst die Schraube zu entfernen.

Tipp 2:
Um den Dübel greifen zu können, ist eine Flachspitzzange optimal. Alternativ können Sie auch versuchen, einen Korkenzieher in den Dübel einzudrehen. Ziehen Sie in jedem Fall vorsichtig und langsam am Dübel, um sich nicht selbst zu verletzen oder den Dübel zu brechen.

Tipp 3:
Das Entfernen von Metalldübeln kann sich etwas schwieriger gestalten. Verwenden Sie dafür auf jeden Fall eine Flachspitzzange. In manchen Fällen ist es möglich, eine Schraube leicht in den Dübel einzudrehen, um den Dübel dann daran herauszuziehen. Achten Sie darauf, dass die eingedrehte Schraube nicht so tief sitzt, dass sich der Dübel aufspreizt.

Tipp 4:
Bei Hohlraumdübeln finden sich unterschiedliche Formen. Einige lassen sich ebenso einfach herausdrehen, wie sie eingedreht wurden. Dies ist zum Beispiel bei verschiedenen Gipskartondübeln der Fall. Gekippte Hohlraumdübel fallen in den Hohlraum, sobald die Schraube und die Haltevorrichtung entfernt wurden.

Tipp 5:
Hohlraumdübel, die mit einer Montagezange aufgefächert wurden, lassen sich durch einen Schlag auf die Schraube wieder zusammenfalten. Dazu drehen Sie die Schraube ein Stück aus dem Dübel heraus, sodass sie gerade noch im Gewinde hinten im Dübel greift. Mit einem kurzen Schlag auf den Kopf der Schraube strecken Sie den Dübel wieder und können ihn dann ganz einfach entfernen.

Tipp 6:
Eine etwas gröbere Variante, um Dübel zu entfernen, ist das Ausbohren des Dübels. Der Bohrer sollte gerade so groß sein, dass er in den Dübel passt und leicht in den Kunststoff greift. Das Gewinde des Bohrers frisst sich in den Dübel und bohrt diesen so aus. Dabei können Reste im Bohrloch zurückbleiben, die Sie am besten mit einem Staubsauger entfernen.

Tipp 7:
Falls Sie den Dübel nicht komplett entfernen können, schneiden Sie ihn am besten mit einem Teppichmesser ab und versiegeln das Loch mit einer Spachtelmasse.

7.3 Bohrlöcher füllen

Um Bohrlöcher in der Wand zu füllen, ziehen Sie zuerst den Dübel aus dem Dübelloch. Rühren Sie dann Gips an und drücken Sie diesen mit einem Spachtel in das Bohrloch. Tragen Sie die Spachtelmasse möglichst eben ab. Manche Pasten schrumpfen beim Trocknen. Füllen Sie in diesen Fällen das Loch nochmal auf.

Eine fertige Spachtelmasse bieten wir Ihnen mit dem fischer Reparatur-Spachtel an. Drücken Sie die Masse aus dem Teil der Tube, der wie das Ende der Tube wirkt. Die Öffnung ist gerade so groß, dass Sie die Masse gezielt in das Bohrloch füllen können. Direkt an der Öffnung befindet sich ein Spachtel, mit dem Sie dann das Loch glatt abschließen. Nach spätestens 48 Stunden kann die Fläche abgeschliffen und nach vollständiger Durchtrocknung gestrichen werden.

 

 

8. Dübel FAQ

Finden Sie hier hilfreiche Fragen und Antworten zum Thema Dübel.

Welche Schrauben eignen sich als Dübel-Schrauben?

Die meisten Dübel können mit Spanplattenschrauben und Holzschrauben, also den gängigsten Schrauben, verwendet werden. Einige Spezialdübel sind jedoch auf Schrauben mit metrischem Gewinde ausgelegt. Schrauben mit Vorschneidern/Fräsrippen sind nicht für Kunststoffdübel geeignet.

Welche Dübelgrößen gibt es?

Dübel gibt es in den verschiedensten Längen. Die kleinsten Dübel sind gerade einmal 5 mm lang. Der größte Kunststoff-Spreizdübel ist der S 20 mit 90 mm Länge und einem Durchmesser von 20 mm. Für tiefere Verankerungen stehen Nageldübel, Langschaftdübel und Schwerlastanker zur Verfügung.
Dübelarten Länge des Dübels Durchmesser des Dübels
Dübel S 5 25 mm 5 mm
Dübel S 6 30 mm 6 mm
Dübel S 8 40 mm 8 mm
Dübel S 10 50 mm 10 mm
Dübel S 12 60 mm 12 mm
Dübel S 14 75 mm 14 mm
Dübel S 16 80 mm 16 mm
Dübel S 20 90 mm 20 mm
Die Lastangaben sind gültig für Zug-, Querlast und Schrägzug unter jedem Winkel

Welche Länge muss die Schraube haben?

Die Schraube muss den Dübel in seiner kompletten Länge durchbohren, damit ein sicherer Halt gewährleistet ist. Als Faustregel gilt, dass die Spitze der Schraube die Spitze des Dübels um die Länge eines Schraubendurchmessers überragen muss. Auf diese Weise kann die maximale Tragfähigkeit erreicht werden.
Als grobes Richtmaß empfehlen wir bei klassischen und Universaldübeln Schrauben, die 2 cm länger sind als die verwendeten Dübel.

Kann man Dübel kürzen?

Wenn Sie einen Dübel kürzen sollten Sie unbedingt beachten, dass sich die Tragkraft dadurch verringert. Ist das Kürzen unumgänglich, kürzen Sie nur den vorderen Teil, also den Teil, der aus der Wand hervorsteht, mit einem Teppichmesser oder einer Zange. Am besten setzen Sie den Dübel zuerst in das passende Bohrloch ein und schneiden dann den überstehenden Rest des Dübels ab. Handelt es sich um einen Dübel aus Metall, dann kürzen Sie diesen mit einer Metallsäge.
Wichtig! Wie immer gilt auch hier, dass die Schraube länger sein muss als der Dübel selbst.

Muss man Dübel beim Auszug entfernen?

Ja, Sie müssen die Dübel beim Auszug entfernen. Die Bohrlöcher hingegen müssen Sie nur dann schließen, wenn der Mietvertrag dies im Zuge der Schönheitsreparaturen oder Kleinreparaturen vorsieht.
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