fischer ULTRACUT FBS II Bestonschraube

Der große Dübel-Ratgeber

Im großen Dübel-Ratgeber von fischer finden Sie alle Informationen rund um das Thema Dübel. Angefangen mit einem Überblick über die Dübelarten, erklären wir Ihnen außerdem, wie Sie den richtigen Dübel für Ihr Wandmaterial finden und woran Sie das Material der Wand erkennen.

Einen kleinen Einkaufsberater für den passenden Dübel finden Sie im Dübelfinder, der hier auch verlinkt ist.

Sollten Sie bereits den passenden Dübel gefunden haben, finden Sie hier auch Antworten auf die Frage nach der richtigen Schraube zum Dübel und der passenden Schraubenlänge. Außerdem haben wir Ihnen einige Eckdaten zur Belastbarkeit von Dübeln zusammengetragen.
Mit dem richtigen Dübel und der passenden Schraube ausgerüstet, erklären wir Ihnen in der zweiten Hälfte ausführlich, wie Sie beides sicher befestigen.
Zum Schluss finden Sie hilfreiche Tipps zum Entfernen von Dübeln und Verschließen von Bohrlöchern. Auch interessant: Unser kleiner Exkurs über Dübel in Mietwohnungen.

Sie interessieren sich für einen speziellen Teilabschnitt? Dann klicken Sie einfach auf eines der folgenden Themen:

  • Dübelarten und Anwendungsgebiete
  • Der richtige Dübel zum Material
  • Dübel und Schrauben
  • Dübel-Belastbarkeit – Welches Gewicht kann ein Dübel tragen?
  • Dübel anbringen
  • Dübel hält nicht – schnelle Hilfe
  • Dübel entfernen
  • Bohrlöcher füllen

Dübelarten und Anwendungsgebiete

Kunststoffdübel

Kunststoffdübel

Kunststoffdübel sind die ideale und wirtschaftliche Befestigung für leichte und mittelschwere Lasten.
Zu den Kunststoffdübeln
Hohlraumduebel

Hohlraumdübel

Die Befestigung an Wänden und Decken aus Plattenbaustoffen und in Hohldecken erfordert spezielle Dübel.  
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Langschaftdübel

Langschaftdübel

Langschaftdübel aus Kunststoff bieten bei der Befestigung u.a. von Fassaden-, Dachunterkonstruktionen, schweren Hängeschränken, Kabeltrassen, Türen die passende Lösung. 
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Metalldübel

Metalldübel

Metalldübel bieten ein vielseitiges Anwendungsspektrum für unterschiedlichste Untergründe und Anwendungen
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Dübelset

Dübelsets

Die fischer Dübel-Sets bieten eine große Vielfalt an unterschiedlichen Dübeln in unterschiedlichen Größen. Die Sets sind der ideale Begleiter für Handwerker und Hobbybastler, denn sie bieten den passenden Dübel für jeden Zweck und jede Wand. Die Auswahl an verschiedenen Sets ist groß. So gibt es beispielsweise Sets, die bereits die passenden Schrauben enthalten
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Flüssigdübel

Flüssigdübel

Flüssigdübel und Reparaturvlies eignen sich für universelle Einsatzgebiete.
Zu den Flüssigdübeln
Fensterrahmendübel

Fensterrahmenschrauben

Die fischer Fensterrahmenschrauben ermöglichen eine spannungsfreie und dauerhafte Befestigung von Fenster- und Türrahmen. 
Zu den Fensterrahmenschrauben
Chemiedübel

Chemische Dübel

Chemische Befestigungen sind die Befestigungslösung, um extreme Lasten in Beton, Porenbeton oder Mauerwerk spreizdruckfrei einzuleiten 
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Stahldübel

Schwerlastdübel

Schwerlastdübel (wie z.B. Stahldübel) sind eine mechanische Verankerungslösung für schwere Lasten in Beton. Verankerungen in ungerissenem und gerissenem Beton, im Innen- und Außenbereich, in hochkorrosiver Atmosphäre oder unter besonderen Anforderungen an den Brand- und Erdbebenschutz erfordern die Verwendung von hochwertigen, speziell für die Anwendungen geprüften und zugelassenen Produkten. 
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 Stahlanker

Stahlbolzen und Stahlanker sind dafür gemacht, um sehr schwere Lasten zu tragen, für die gewöhnliche Dübel zu schwach sind. Auch unter großer Last verformen sich diese nicht.
Zu den Stahlankern
Dämmstoffdübel

Dämmstoffdübel

Befestigungselemente zur Fixierung von Dämmplatten. Die unterschiedlichen Baustoffe, Materialien, Dicken, Brandschutz- und Systemanforderungen machen spezielle Dübel für die Montage von Dämmstoffplatten erforderlich. 
Zu den Dämmstoffdübeln


Der fischer Dübelfinder - für jede Anwendung die richtige Lösung

fischer Dübelfinder
fischer hat für jede Anwendung die richtige Lösung: eine ganz spezielle, wenn es darauf ankommt – oder einen Universaldübel für jede Wand.

Welchen Dübel wähle ich in Hohlräumen, in Vollstein oder bei Plattenbaustoffen?
Welcher Dübel ist der Richtige für meine Anwendung?
Standen Sie auch schon einmal vor diesen Fragen und wussten sich nicht selbst zu helfen, damit Ihr neues Hängeregal nicht direkt wieder den Halt verliert?


Zum Dübelfinder

Der richtige Dübel zum Material

Je nach Material der Wand, in der der Dübel verankert werden soll, muss der passende Dübel ausgewählt werden. Die Beschaffenheit von Wänden variiert je nach Bauzeit und Baustil, sodass es wichtig ist, den richtigen Dübel für Ihr Vorhaben zu finden. Um sicherzugehen, dass Sie den richtigen Dübel für Ihren Zweck haben, sollten Sie zuerst herausfinden, aus welchem Material Ihre Wand besteht.

Aus welchem Material sind meine Wände?

Das Material einer verputzten Wand lässt sich von außen nicht bestimmen, sondern muss anhand des Bohrmehls ermittelt werden. Das Bohrmehl ist der feine Staub, welcher beim Bohren in eine Wand entsteht.

Die üblichen Materialien einer Wand sind:

  • Beton
  • Vollstein
  • Lochstein
  • Porenbeton
  • gedämmte Wände

…und für jede Wand gibt es den richtigen Dübel!

Die meisten Wände bestehen aus Mauerziegeln wie Vollziegeln oder Lochziegeln. Ein zusätzlich weit verbreitetes Material sind Leichtbetonsteine, die auch als Blähton oder Bimsbeton bekannt sind.



Der Begriff Vollstein bezeichnet Mauersteine die in früheren Zeiten ohne Löcher hergestellt wurden. Heutzutage verfügen Mauersteine hingegen häufig über Löcher. Diese verringern das Gewicht und können mit Dämmstoffen gefüllt sein. Alle Mauersteine, deren Grundfläche um bis zu 15 Prozent durchlöchert ist, zählen immer noch zu den Vollsteinen.

Diese Art von Mauersteinen wird für Außenwände und weitere tragende Wände verwendet, weil sie sehr viel Last halten können und außerdem für den Lärmschutz geeignet sind. Unter anderem können Ziegelsteine, Kalksandsteine oder Porenbetonsteine verwendet werden. Wenn Sie die Wand anbohren, finden Sie heraus, welches Material beim Bau Ihrer Wand zum Einsatz kam.

Ziegelsteine (Mauerwerk) ergeben rotes Bohrmehl. Kalksandsteine zeichnen sich durch weißes Bohrmehl aus, das sandig ist. Porenbetonsteine haben ein weißes und leicht schmieriges Bohrmehl.

Vielleicht ist Ihre Wand aber auch aus Leichtbeton gefertigt. Wände aus Leichtbeton zeichnen sich dadurch aus, dass sie höchstens eine Dichte von 2000 Kilogramm pro Kubikmeter aufweisen. Diese Art von Wand hat den Vorteil, dass sie Wärme sehr gut dämmen kann, was durch ein Gemisch aus Beton und Gesteinskörnungen mit einer sehr geringen Dichte erreicht wird.

Klassische Betonsteine werden in der Regel nicht im Hausbau verwendet. Dennoch können natürlich Teile der Wand oder die Decke aus Beton bestehen. Dies lässt sich anhand des staubfeinen, hellgrauen Bohrmehls erkennen.

Eine Besonderheit ergibt sich bei Plattenbaustoffen. Diese Baustoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf eine Konstruktion aus Holz oder Metall gesetzt werden. Die Wände sind meistens Platten aus Gipsfasern und Gipskarton. Auch Spanplatten können verwendet werden.

Die Platten sind meist nicht sehr belastbar und können keine hohen Gewichte tragen. Plattenbaustoffe kommen häufig im Innenausbau vor, wo sie Leitungen verdecken sollen oder dem Brandschutz dienen. Auch in Nasszellen ist diese Art von Wänden oft vorzufinden. Plattenbaustoffe erkennen Sie am weichen Material und am weißen Bohrmehl, das meist am Bohrer haften bleibt. Aber auch ein Klopftest, bei dem die Wand hohl klingt, lässt eine Leichtbauwand mit Plattenbaustoff vermuten.

Dübel für alle Materialien


Perfekt für den heimischen Vorrat sind Dübelsorten wie der DUOPOWER und Universaldübel UX, die in Beton, Vollstein, Lochstein und Porenbeton eingesetzt werden können. Dabei können diese Modelle je nach Dübelgröße und Wandmaterial mit 4 kg (Porenbeton und UX 5 mm x 30mm) bis 530 kg (Beton und DUOPOWER 14 mm x 70 mm) belastet werden.

Dübel für Außenwände / gedämmte Wände

Bei Dübeln für Dämmungen oder Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) ist zwischen Befestigung für die Dämmung selbst und Dübel zur Befestigung in Dämmungen zu unterscheiden.
Dämmstoffbefestigungen haben eine großflächige Halterung am Ende, die die Dämmung an der zu dämmenden Außenwand hält. Um Halterungen in gedämmten Wänden zu befestigten sind je nach Material und Anwendungsfall lange Anker notwendig, die in die Wand eingesetzt werden oder spiralförmige Dübel, die sich in die Dämmung einschrauben lassen.

Dafür sollte zuerst festgestellt werden, wie dick die Dämmung ist. In den meisten Fällen haben die Außenwände 14 cm bis 30 cm Dämmung, die selbst keine oder nur wenig Last tragen kann. Je nach Dicke des Dämmmaterials sollte dann der entsprechende Dübel mit einem Abstandsmontagesystem verwendet werden.

Der fischer Thermax Dübel kann beispielsweise hier zur Anwendung kommen. Sein Abstandsmontagesystem erlaubt es, die Dämmung durch eine sehr lange Gewindestange zu überbrücken und die Tragfähigkeit der dahinterliegenden Wand zu nutzen. Abhängig von der Dicke der Dämmung kann der Dübel so justiert werden, dass es keine Überstände gibt.
Diese Dübel sind die ideale Lösung, um nicht tragendendes Material von 45 bis 290 mm Dicke zu überbrücken und Leuchten oder Klimageräte zu tragen. Dabei schützt der Kopf des Dübels die Dämmung.

Leichtere Objekte wie kleine Lampen können alternativ durch Dämmstoffdübel mit Gewindespirale direkt in der Dämmung verankert werden. Geeignet sind diese für Dämmplatten aus Polystyrol oder Polyurethan und WDVS ab 1 m Dicke.

Dübel für Porenbeton und Leichtbeton

Porenbeton oder Kalksandstein ist aufgrund des geringen Gewichts und der leichten Verarbeitung ein beliebter Baustoff. Bei flächiger Belastung weist das Material eine hohe Stabilität auf. Bei Bohrungen kann es jedoch bei falscher Verankerung zu ausgebrochenen Bohrlöchern kommen.
Um Befestigungen in Leichtbeton oder Porenbeton anzubringen, haben sich daher Porenbetonanker, Gasbetondübel oder Schwerlastbefestigungen bewährt. Auch der klassische Fischerdübel kann diese Aufgabe bewältigen.

Zur Befestigung von Lasten bis 2 kg in Porenbeton ist kein spezieller Dübel notwendig. Hier haben Sie die freie Auswahl vom Dübel S über Nageldübel und Dübel SX bis zum DUOPOWER und Universaldübel UX. Hier ist nur wichtig, die richtige Schraube zum Dübel beziehungsweise den richtigen Dübel zur Schraube zu wählen.
Der fischer DUOPOWER eignet sich beispielsweise für Holzschrauben, Spanplattenschrauben und Stockschrauben.

Der Fischerdübel „S“ ist von seiner Beschaffenheit perfekt auf Holz- und Spanplattenschrauben abgestimmt und verfügt über eine Verdrehsicherung. Zur Befestigung von eher leichteren Objekten lässt er sich aber auch in Porenbeton verwenden. Je nach Dübellänge sollte der Dübel S jedoch maximal mit 2 bis 28 kg, der Dübel SX mit 3 bis 20 kg belastet werden.

Der fischer Gasbetondübel GB, auch liebevoll „der Spezielle“ genannt, ist wie gemacht für Gasbeton oder unverputzten Porenbeton. Die spiralförmigen Außenrippen sorgen dafür, dass sich der Dübel in die Wand schneidet und so für perfekten Halt sorgt. Nach dem Vorbohren wird er einfach in die Wand eingeschlagen. Dabei eignet er sich ideal, um Lasten bis 20 bzw. 40 kg wie Lampen, Wandregale sowie Kabeltrassen und Gardinenschienen in Porenbetonwänden zu befestigen. Er ist in den Durchmessern 8 mm, 10 mm und 14 mm erhältlich und sollte ausschließlich in Kombination mit Holzschrauben verwendet werden.

Der fischer Porenbetonanker FPX-I ist ideal, um Decken abzuhängen oder Kabeltrassen, Lüftungskanäle und Rohrleitungen zu verlegen. Die empfohlene Tragfähigkeit liegt bei 43 kg. Weitere Anwendungsgebiete sind Geländer, Küchenschränke, Abstandsmontagen sowie das Anbringen von Fernsehkonsolen. Verwendet werden diese Anker zusammen mit metrischen Schrauben (M6 bis M10).
Ein Porenbetonanker lässt sich schnell und ganz einfach montieren, indem er zunächst in das Bohrloch eingeschlagen und anschließend mit Hilfe eines Sechskantschlüssels angezogen wird. Dafür sollte ein Akkuschrauber oder eine Ratsche zur Hilfe genommen werden. Durch die praktische, 4-fache Spreizung des Dübels wird verhindert, dass sich der Anker im Bohrloch mitdreht und keinen Halt bekommt.

Dübel für Beton und Vollstein

Beton und Vollstein bieten die beste Voraussetzung für eine hohe Tragfähigkeit selbst mit einfachen Dübeln. Sogar kleinste Dübel können hier mit bis zu 14 kg belastet werden, wobei Beton etwas besseren Halt bietet als Vollstein.
Für Profianwendungen sind Schwerlastbefestigungen, Schwerlastanker, Bolzenanker oder Hochleistungsanker die optimale Lösung.

Der Fischerdübel „S“ kann in allen verschiedenen Größen für Wände aus Beton verwendet werden. Dabei kann der kleinste Dübel mit 5 mm Durchmesser in einer Betonwand bis zu 28 kg und bei Vollstein bis zu 24 kg tragen, ohne dabei Schwäche zu zeigen.

Ab Lasten von ca. 150 kg sollten Sie eine Schwerlastverankerung in Betracht ziehen, z. B. das FIS System ohne Ankerhülse in Verbindung mit FIS VS Injektions-Mörtel. 

Tipp: Bolzenanker eignen sich besonders für gerissenen Beton. Es gibt sie mit verstellbarem Innengewinde, sodass die Nutzlänge variabel justiert werden kann.

Dübel für Gipskarton und Gipsfaserplatten

Speziell auf den Einsatz in Plattenbaustoffen aus Gips und Hohlräumen sind insgesamt fünf Dübelarten ausgerichtet:

  • DUOTEC
  • Plattendübel PD
  • Gipskartondübel
  • DUOBLADE
  • Hohlraum-Metalldübel


Die beste Tragfähigkeit bietet dabei der Dübel DUOTEC. Dabei handelt es sich um einen Nylon-Kippdübel für Hohlräume. Der Dübel wird durch ein kleines Bohrloch hinter die Platte geschoben und dort senkrecht aufgestellt, sodass er mit einer Schraube mit beliebigem Gewinde durchbohrt werden kann. Die empfohlene Tragfähigkeit liegt bei 20 kg bis 51 kg, abhängig vom Material und der Plattenstärke.

Die besondere Stärke des Gipskartondübels GK ist das mitgelieferte Setzwerkzeug, das ein Vorbohren bei Platten bis 15 mm Dicke unnötig macht. In der Ausführung GKM handelt es sich um einen selbstbohrenden Metalldübel.

Selbstbohrend ist auch der fischer DUOBLADE, dessen Metallspitze an das Ende eines Torpedos erinnert. Diese Metallspitze wird beim Einschrauben der Spanplattenschraube aus dem Dübel herausgedrückt. Durch das Herausfallen der Metallspitze hören Sie, dass die Schraube bis zum Ende eingedreht wurde.

Der Hohlraum-Metalldübel erfordert zur Montage eine Montagezange und ist speziell für metrische Gewinde bis M6 und Platten von 3 bis 50 mm geeignet. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Dübeln handelt es sich hier um einen Spreizdübel.

Weniger Hilfsmittel erfordert der Spreizdübel PD (Plattendübel), der aber bei einer Plattendicke von 6 mm und zusammen mit Spanplattenschrauben verwendet werden kann.

Dübel für Poroton (Hochziegel) / Lochstein

Die Befestigung in Lochstein ist mitunter schwierig, weil die Position der Löcher im Stein nicht bekannt ist. Beim Bohren bemerkt man die Hohlräume jedoch, da der Widerstand plötzlich ab einer gewissen Tiefe geringer ist. Lochsteine können aus Kalksandstein oder aus Ziegelstein bestehen. Wichtig ist für Befestigungen, dass der Dübel sicher zwischen den Steinstegen im Lochstein aufspreizt.

Zur einfachen Anwendung eigenen sich auch hier der DUOPOWER (Tragfähigkeit max. 13 kg - 40 kg) und Universaldübel UX (Tragfähigkeit max. 20 kg - 40 kg) sowie der Dübel SX (Tragfähigkeit max. 7 kg - 50 kg).

Zur Schwerlastbefestigung ist eine Ankerhülse, auch Siebhülse oder Injektionsankerhülse genannt, und Ankerstange notwendig, die mit Multifunktionsmörtel fixiert wird.

Handelt es sich um gedämmte Hochlochziegel ist die Thermax-Serie die richtige Wahl.

Achtung! Der Fischerdübel „S“ kann leider nicht für das Anbringen in Hochziegeln oder Lochsteinen verwendet werden. Hier ist also eine Speziallösung erforderlich.

Sonderfall: Dübel im Altbau und Dübel für poröse Wände

Von Problemen beim Bohren in Altbauwänden hört man häufig. Das wohl größte Problem ist, dass oft nicht mit massiven Materialien, sondern beispielsweise mit Schlacke gearbeitet wurde. Das Bohrmehl ist dann schwarz und herkömmliche Befestigungssysteme sind nicht ausreichend. Die Lösung ist hier der Flüssigdübel fill & fix. Dabei wird eine Siebhülse in das Bohrloch gesteckt und mit dem Flüssigdübel gefüllt, sodass sich die Masse durch die Hülse im porösen Wandmaterial verteilt. In die Hülse kann dann die Schraube nach wenigen Minuten eingedreht werden.

Außenwände von Altbauten bestehen hingegen häufig aus Mauerwerk und sind an rotem Bohrmehl erkennbar. Bei Decken wurden meistens Holzbalken als tragende Elemente verwendet, deren Zwischenräume nur mit Dämmmaterial gefüllt wurden. Hier sollten Sie versuchen über Klopfen die Lage des Balkens zu ermitteln.

Dübel und Schrauben

Nicht jede Schraube passt zu jedem Dübel. Dies bedeutet also, dass die Kombination beim Anbringen von Dübeln entscheidend ist.

Welche Schrauben eignen sich als Dübel-Schrauben?

Neben der passenden Länge und dem richtigen Durchmesser ist auch die Art der Schraube relevant. Die meisten Dübel können mit Spanplattenschrauben und Holzschrauben, also den gängigsten Schrauben, verwendet werden. Einige Spezialdübel sind jedoch auf Schrauben mit metrischem Gewinde ausgelegt.

Wollen Sie sich die Frage nach der passenden Schraube nicht stellen, können Sie auch auf passende Sets zurückgreifen. In solchen Sets werden häufig auch Dübel mit praktischen Haken angeboten.

Schon gewusst? Schrauben werden in sogenannte Fertigungsklassen unterteilt, die Auskunft darüber geben, welche Zugfestigkeit und welche Steckgrenze diese haben. Eine Schraube mit der Fertigungsklasse 8,8 hat z.B. eine Zugfestigkeit von 800 N/mm². Die maximale Tragkraft eines Dübels bezieht sich immer auf die Fertigungsklasse des Wandmaterials und der Schraube. Die Fertigungsklasse wird insbesondere bei Schwerlastbefestigungen relevant.

Das richtige Längenverhältnis Dübel zu Schraube

Die Schraube muss den Dübel über die komplette Länge durchbohren, sodass ein sicherer Halt gewährleistet ist. Die Faustregel besagt, dass die Spitze der Schraube die Spitze des Dübels um die Länge eines Schraubendurchmessers überragen muss. Auf diese Weise kann die maximale Tragfähigkeit erreicht werden. Im Umkehrschluss heißt das, dass der in der Wand verankerte Dübel nicht länger sein darf als die einzusetzende Schraube selbst.
Zu beachten ist auch, dass der Dübel vollständig im Verankerungsgrund stecken sollte. Ist auf die Wand eine Putzschicht aufgetragen, muss der Dübel um die Dicke dieser Schicht versenkt werden.  Die Schraube hingegen soll für die Aufhängung eventuell aus der Wand vorstehen. In einigen Fällen soll die Schraube auch durch eine Leiste oder Ähnliches durchgeschraubt werden. Dann müssen solche Maße und Materialstärken auf die Schraubenlänge aufgeschlagen werden.

Beispiel Universaldübel UX 8x50:
Dübeldurchmesser/ Bohrdurchmesser: 8 mm
Dübellänge: 50 mm
Schraubendurchmesser: Dübeldurchmesser - 1 mm - 2 mm = 6-7 mm
Schraubenlänge: min. 56 mm + Putzdicke + Anbauabstand

Als grobes Richtmaß wird bei klassischen und Universaldübeln empfohlen, Schrauben zu verwenden, die 2cm länger sind als die verwendeten Dübel.

Welche Dübel-Größen gibt es?

Dübel gibt es in den verschiedensten Längen. Die kleinsten Dübel sind gerade einmal 5 mm lang. Der größte Kunststoff Spreizdübel ist der S 20 mit 90 mm Länge und einem Durchmesser von 20 mm.

Für tiefere Verankerungen stehen Hohlraumdübel, Nageldübel, Langschaftdübel und Schwerlastanker zur Verfügung.

Letztlich sollten Sie den passenden Dübel nach dem Material der Wand und der maximalen Traglast auswählen. Hilfreiche Tipps finden Sie dazu weiter oben im Absatz „Der richtige Dübel zum Material“.

Die nachfolgende Tabelle soll veranschaulichen, welche Längen und Durchmesser es für den klassischen Fischerdübel „S“ gibt.

Dübelarten Länge des Dübels Durchmesser des Dübels
Dübel S 5 25 mm 5 mm
Dübel S 6 30 mm 6 mm
Dübel S 8 40 mm 8 mm
Dübel S 10 50 mm 10 mm
Dübel S 12 60 mm 12 mm
Dübel S 14 75 mm 14 mm
Dübel S 16 80 mm 16 mm
Dübel S 20 90 mm 20 mm

Die Dübellänge ermitteln

Die passende Dübellänge ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. Es kommt darauf an, um welches Wandmaterial es sich handelt und welche Kräfte auf den Dübel wirken.

Wenn Sie den Dübel kaufen, ohne das Material zu kennen, können Sie für die meisten Anwendungen auf den Universaldübel, den DUOPOWER oder Dübel SX zurückgreifen. Hier können Sie selbst bei schwierigem Material wie Porenbeton und der kleinsten Größe von 5 mm Durchmesser und 25 mm Länge mit einer empfohlenen Traglast von maximal 3 kg rechnen.

Bei einer Traglast von mehr als 10 kg und unbekanntem Material sollte der Dübel mindestens einen Durchmesser von 10 mm haben und 60 bis 80 mm lang sein. Das können aber nur grobe Richtwerte sein, denn wie bereits unter „Sonderfall: Dübel im Altbau“ beschrieben, gibt es auch Fälle, in denen nur Flüssigdübel festen Halt bieten. Außerdem sparen Sie natürlich Geld und eventuell Ärger, wenn Sie Wandmaterial und Anwendungsfall beim Kauf des Dübels kennen.

Allgemein kann festgehalten werden, dass die Stabilität mit Länge und Dicke von Schraube und Dübel steigt. In jedem Fall empfiehlt es sich, im Vorfeld zu überprüfen, welche maximale Tragfähigkeit der von Ihnen eingesetzte Dübel aufweist. Diese Informationen befinden sich auf den Verpackungen, weshalb die Dübel am besten auch immer in der Originalverpackung aufbewahrt werden sollten.

Übrigens: Auf dem Dübel selbst steht meist nur der Durchmesser des Dübels und nur selten auch die Länge. Diese lässt sich aber einfach mit einem Lineal oder Messschieber ausmessen.

Kann man Dübel kürzen?

Da die Tragfähigkeit auch von der Länge des Dübels abhängt, ist zunächst vom Kürzen eines Dübels abzuraten. Mitunter kann es aber gut sein, dass ein Bohrloch beispielsweise wegen Baustahl in der Wand nicht tiefer gebohrt werden kann. Ob Sie nun zu einem kürzeren Dübel greifen oder den Dübel kürzen: Beachten Sie, dass die Tragkraft dadurch verringert wird.

Wenn das Kürzen aber unumgänglich ist, sollte nur der vordere Teil mit einem Teppichmesser oder einer Zange gekürzt werden. Also der Teil, der aus der Wand hervorsteht. Am besten setzen Sie den Dübel zuerst in das passende Bohrloch und schneiden dann den überstehenden Rest des Dübels ab.

Wenn es sich um Dübel aus Metall handelt, dann sollten diese mit einer Metallsäge gekürzt werden.

Wichtig! Wie immer gilt, dass die Schrauben länger sein müssen als die Dübel selbst. Mehr Festigkeit kann mit dem Flüssigdübel Fix & Fill erreicht werden.

Dübel-Belastbarkeit – Welches Gewicht kann ein Dübel tragen?

Auf einen Dübel wirken verschiedene Kräfte, wenn dieser in der Wand oder Decke befestigt ist. Man bezeichnet diese als:

  • Die Zugkraft wirkt in Längsrichtung auf den Dübel, wenn dieser für Aufhängungen an der Decke genutzt wird.
  • Die Querkraft wirkt auf den Dübel in Querrichtung. Das ist die Kraft, die senkrecht zum Dübel wirkt, wenn dieser z.B. sehr flache Objekte an senkrechten Flächen hält. Bei Objekten mit mehr Tiefe wirkt die Schrägkraft.
  • Der Schrägzug ist eine Kombination aus Zugkraft und Querkraft, der auf den Dübel wirkt, wenn schwere und in den Raum ragende Objekte an der Wand befestigt werden. Das können zum Beispiel Hängeschränke sein. Die Kraft wirkt dann nicht allein senkrecht nach unten (Querkraft) auf den Dübel, sondern zieht diesen auch aus der Wand heraus (Zugkraft). Wie stark die Schrägkraft ist, hängt maßgeblich von den Abmessungen des Schranks ab.

    Diese Kräfte werden in Newton angegeben, wobei 10 Newton (N) annähernd 1 kg entspricht.
    Zu bedenken ist bei Hängeschränken auch immer das Gewicht, das durch Geschirr und ähnliches hinzukommt. Bei einem großen Teller kann durchaus mit einem Gewicht von bis zu 1 kg gerechnet werden.

    Für jeden Dübel wird auf der Verpackung die Tragfähigkeit angegeben. Nehmen Sie das Gesamtgewicht, das mit dem Dübel befestigt werden soll als Richtwert. Zwar verteilt sich die Belastung dann auf mehrere Dübel, weil je nach Gewicht mindestens zwei Befestigungspunkte notwendig sind, es sollte aber nicht zu knapp kalkuliert werden.

Dübel-Belastbarkeit – Welches Gewicht kann ein Dübel tragen?

Auf einen Dübel wirken verschiedene Kräfte, wenn dieser in der Wand oder Decke befestigt ist. Man bezeichnet diese als:

  • Die Zugkraft wirkt in Längsrichtung auf den Dübel, wenn dieser für Aufhängungen an der Decke genutzt wird.
  • Die Querkraft wirkt auf den Dübel in Querrichtung. Das ist die Kraft, die senkrecht zum Dübel wirkt, wenn dieser z.B. sehr flache Objekte an senkrechten Flächen hält. Bei Objekten mit mehr Tiefe wirkt die Schrägkraft.
  • Der Schrägzug ist eine Kombination aus Zugkraft und Querkraft, der auf den Dübel wirkt, wenn schwere und in den Raum ragende Objekte an der Wand befestigt werden. Das können zum Beispiel Hängeschränke sein. Die Kraft wirkt dann nicht allein senkrecht nach unten (Querkraft) auf den Dübel, sondern zieht diesen auch aus der Wand heraus (Zugkraft). Wie stark die Schrägkraft ist, hängt maßgeblich von den Abmessungen des Schranks ab.

    Diese Kräfte werden in Newton angegeben, wobei 10 Newton (N) annähernd 1 kg entspricht.
    Zu bedenken ist bei Hängeschränken auch immer das Gewicht, das durch Geschirr und ähnliches hinzukommt. Bei einem großen Teller kann durchaus mit einem Gewicht von bis zu 1 kg gerechnet werden.

    Für jeden Dübel wird auf der Verpackung die Tragfähigkeit angegeben. Nehmen Sie das Gesamtgewicht, das mit dem Dübel befestigt werden soll als Richtwert. Zwar verteilt sich die Belastung dann auf mehrere Dübel, weil je nach Gewicht mindestens zwei Befestigungspunkte notwendig sind, es sollte aber nicht zu knapp kalkuliert werden.

 

Wie stark ein Dübel belastet werden kann, hängt nicht zuletzt vom Wandmaterial ab.

Beton bietet die beste Stabilität, gefolgt von Vollstein. Lochstein und Porenbeton erfordern bei Belastungen von mehr als 30 kg speziell darauf ausgelegte Dübel.
Die beste Tragfähigkeit erreichen Sie mit dem für den Dübel größtmöglichen Schraubendurchmesser.

 

Hier beispielhaft die Tragfähigkeit in kg des Universaldübels UX nach Wandmaterial:

Dübel Beton Vollstein Lochstein Porenbeton
UX 5 x 30 30 20 20 4
UX 6 x 35 40 20 20 5
UX 6 x 50 60 30 20 7
UX 8 x 50 60 30 20 9
UX 10 x 60 100 50 20 11
UX 12 x 70 150 70 30 17
UX 14 x 75 180 80 40 28

Dübel anbringen

Für das erfolgreiche Anbringen von Dübeln gibt es einige hilfreiche Tricks, die unnötigen Frust vermeiden. Vom Bohren bis zum sicheren Fixieren geben wir Ihnen hier wichtige Hinweise und Tipps.

Dübel – welcher Bohrer (Durchmesser) ist der richtige?

Allgemein kann gesagt werden, dass der Durchmesser des Dübels gleich des Durchmessers des Bohrers ist. Sowohl auf dem Bohrer als auch dem Dübel stehen in der Regel die Durchmessergröße geschrieben. Der Durchmesser eines Dübels ist auch immer auf der Verpackung angegeben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welchen Durchmesser der Bohrer hat, dann lässt sich dies im Zweifel manuell am Ende des Bohrers abmessen.

Zum Prüfen des Materials empfiehlt es sich jedoch mit einem kleinen Bohrer eine Probebohrung vorzunehmen. Am besten eignet sich dafür ein Steinbohrer. Ist das Wandmaterial weich, wie bei Porenbeton, empfiehlt es sich, für den Bohrer einen kleineren Durchmesser zu wählen als den des Dübels. Ist der Dübel also 5 mm breit, würden Sie einen 4 mm Bohrer verwenden. So sitzt der Dübel fester in der Wand und neigt nicht so leicht dazu, sich beim Eindrehen der Schraube mitzudrehen. Außerdem wird so die Tragfähigkeit erhöht.
Für die meisten Wandmaterialien kann ein Steinbohrer für das Bohren des Dübellochs verwendet werden. Für Gipswände sollte jedoch ein Metallbohrer genutzt werden.

Dübellöcher bohren – Montagearten

Um Dübellöcher zu bohren, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Das Bohrloch sollte, wie bereits erwähnt, in den meisten Fällen genauso groß sein wie der Dübeldurchmesser, der später eingesetzt wird. Eine Ausnahme bilden weiche Materialien. Hier kann ein etwas kleineres Bohrloch zu einem besseren Halt des Dübels beitragen.

Je nach Mauerwerk oder Beschaffenheit der Wand sollte eine unterschiedliche Bohrart angewandt werden. Zum Vorbohren und zur Materialbestimmung sollte in jedem Fall einfaches Drehbohren statt Schlagbohren oder Hammerbohren verwendet werden.
Schlagbohren und Hammerbohren sollte bei äußerst stabilen und widerstandsfähigen Wänden aus Vollbaustoffen (Beton) zum Einsatz kommen. Dadurch wird das Bohren erleichtert, es ist aber nicht zwingend erforderlich.
Beim Schlagbohren wird mit schneller Rotation und hoher Schlagzahl bei geringer Einzelschlag-Energie der Beton zertrümmert.
Beim Hammerbohren wird mit langsamer Rotation und geringer Schlagzahl mit hoher Einzelschlag-Energie das Material zertrümmert.
Das standardmäßige Drehbohren sollte bei allen weicheren Wänden aus Mauerwerk, Lochsteinen und Porenbeton angewandt werden.

Das Bohrloch sollte mindestens so tief sein wie der Dübel lang ist. Ist auf der Wand eine Putzschicht aufgetragen, muss diese auf die Bohrtiefe aufgeschlagen werden, sodass der Dübel am Ende nicht im Putz, sondern allein im festen Wandmaterial sitzt.
Wird das Loch zu tief, würde der Dübel darin versinken. Am besten halten Sie den Dübel an die Spitze des Bohrers und markieren den Bohrer am Ende der Dübellänge mit einem farbigen Klebeband. So sehen Sie beim Bohren, wenn der Bohrer bis zur Markierung in der Wand verschwindet und das Loch tief genug ist.

Die Bohrmaschine muss beim Bohrvorgang immer im gleichen Winkel, möglichst senkrecht zur Wand gehalten werden. Wenn Sie nicht sonderlich geübt im Bohren sind, dann empfiehlt es sich, eine sogenannte Bohrhilfe zur Hand zu nehmen. So ist sichergestellt, dass Sie später ein gerades, sauberes Loch im Mauerwerk erhalten. Außerdem würden Winkeländerungen den vorderen Teil des Lochs weiten und so den Halt des Dübels gefährden. Professionelle Bohrhilfen lassen sich auch auf die Bohrtiefe einstellen.

 

Randabstand für Dübel

Wenn Löcher für Dübel gebohrt werden, dann sollte immer ein gewisser Abstand zum Rand und zu den Kanten der Wand gehalten werden. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um ein Ausbrechen zu verhindern. Für Kunststoffdübel empfiehlt sich ein Randabstand von zwei Dübellängen. Auch zwischen den Dübeln sollte der Abstand nicht zu gering gewählt werden. Gut ist hier ein Abstand von vier Dübellängen, bei 8 cm langen Dübeln also 32 cm. Der Abstand zwischen den Dübeln wird auch als Achsabstand bezeichnet. Besondere Relevanz haben Randabstände bei Rahmendübeln/Langschaftdübeln sowie Stahlanker- und Porenbetondübeln.

Neben diesen Randabständen sollte auch immer auf Leitungen in der Wand geachtet werden. Bohren Sie nie direkt über oder unter Armaturen, Lichtschaltern oder Steckdosen. Leitungen verlaufen in der Regel von dort senkrecht nach oben oder nach unten sowie seitlich horizontal. Von diesen Bereichen sollten Sie mindestens 10 cm in jede Richtung Abstand halten. Wenn Sie sich also zum Beispiel eine Horizontale zwischen den Steckdosen vorstellen, setzen Sie kein Bohrloch im Abstand von 10 cm oberhalb oder unterhalb der Linie.

Sicherer ist jedoch die Verwendung eines Leitungssuchgeräts. Insbesondere in Altbauten können Sie sich nicht auf geradlinige Leitungsverläufe verlassen.

Dübel in die Wand einsetzen

Der Dübel wird nach dem Bohren des Bohrlochs ganz einfach in dieses hineingesetzt. Zuerst sollte jedoch unbedingt das Bohrmehl entfernt werden, bevor Sie den Dübel reinstecken. Stellen Sie sicher, dass in der Wand ein sauberes Loch vorhanden ist. Der Dübel wird mit einem (Gummi-)Hammer eingeschlagen, sodass dieser fest und im rechten Winkel zum Mauerwerk sitzt.
Es sollte sich zwischen Dübel und Wandmaterial kein Hohlraum befinden. Der Dübel sollte sich also nicht zu leicht einsetzen lassen. Gleitet er zu leicht in das Bohrloch, greifen Sie besser zu einem größeren Dübel.
Falls der Dübel übersteht, empfiehlt es sich, nochmals die Bohrmaschine anzusetzen, um noch tiefer in die Wand zu bohren. Nur wenn der Dübel komplett und fest in der Wand sitzt, kann er die maximale Tragfähigkeit bieten. Besonders bei Lochstein sollte geprüft werden, dass sich der Dübel nicht aufgrund der Hohlräume bewegt.

Erst wenn alles richtig sitzt und der Dübel sicher verankert ist, wird die die Schraube hinein geschraubt. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit zur Kontrolle

Befestigung ohne Bohren

Auch komplett ohne zu bohren, können bestimmte Gegenstände in oder an der Wand befestigt werden. Zum einen eignet sich Kleber, um kleinere und leichte Gegenstände anzubringen. Unter Idealbedingungen kann mit Montagekleber eine Endfestigkeit von 260 kg pro 10 cm2 und mit 320 kg Kleber bis zu 320 kg je 10 cm2 erreicht werden.
Der Untergrund sollte vorher unbedingt von Fett und Staub befreit werden.

Bedenken Sie jedoch, dass die Befestigung mit Dübeln sich besser entfernen lässt. Insbesondere in Mietwohnungen ist das ein wichtiger Faktor.

Dübel hält nicht – schnelle Hilfe

Dübel befestigen

Mit der richtigen Befestigung kann verhindert werden, dass sich Dübel überhaupt lösen. Dübel, die locker geworden sind, können aber auch einfach wieder repariert werden.

Eine Möglichkeit besteht darin, das Bohrloch und dessen komplette Hohlräume wieder mit Gips zu füllen und dann ein neues Loch in die Wand zu bohren. Es sollte dabei das komplette Bohrmehl entfernt und der Untergrund gesäubert werden, bevor ein neuer Dübel im Mauerwerk befestigt wird. Achten Sie auch darauf, das neue Loch mindestens vier Dübellängen vom alten entfernt zu setzen.

Beim Dübeln sollte immer sichergestellt werden, dass der richtige Dübel für den entsprechenden Baustoff verwendet wird. Achten Sie zudem darauf, dass die Dübel für die Last geeignet sind. Bis zu einer Last von 28 kg können Sie den Universaldübel UX 14x75 für nahezu jedes Wandmaterial verwenden. Handelt es sich jedoch um ein ausgerissenes Bohrloch in einer Altbauwohnung sollten Sie auf Nummer sicher gehen: Verwenden Sie den Flüssigdübel Fill & Fix oder den Injektionsmörtel FIS V.

Gründe für ausgebrochene und lockere Dübel

Es gibt unzählige Gründe für ausgerissene oder ausgebrochene Dübel:

  • Poröses Wandmaterial (häufig bei Altbauten der Fall)
  • Schraube ist nicht richtig befestigt oder Fehler beim Bohren sind unterlaufen (meistens ein Fehler des Hand- bzw. Heimwerkers)
  • Falsch berechnete Tragfähigkeit (insbesondere bei schweren Gegenständen.

Es ist auch denkbar, dass eine Kombination der genannten Gründe dazu geführt hat, dass die Tragfähigkeit nicht mehr ausreichend ist.

Oft passiert es auch, dass z.B. das Gewicht eines hängenden Regals korrekt berechnet wurde, im Nachhinein aber immer mehr Last hinzukam. Legt man Bücher hinein oder stellt man Gegenstände auf das Regal, muss dies im Vorfeld berücksichtigt werden.

Dübel-Montagekleber: Dübel einkleben

In der Regel sollte es nicht notwendig sein, Dübel einzukleben. Ist das Bohrloch ausgerissen oder zu groß geraten oder ist das Wandmaterial porös, kann das Einkleben jedoch eine Lösung sein. Montagekleber ist eigentlich für das Anbringen von beispielsweise Zierelementen und flächiges Verkleben entwickelt wurden. Für Dübel, auf die eine geringe Last wirkt, kann aber auch dieser Kleber verwendet werden.
Fill & Fix hingegen ist speziell für das Einfüllen in Bohrlöcher und guten Halt für Dübel und Schraube gedacht. Dank Fill & Fix kann bei einigen Wandmaterialien sogar komplett auf den Dübel beziehungsweise die Siebhülse verzichtet werden. Je nach Material und Verankerung können so 10 bis 70 kg schwere Objekte befestigt werden. Für größere Last sollte der FIS VS Injektions-Mörtel verwendet werden.

Tipp: Wenn Sie einen Dübel in einem ausgerissenen Bohrloch wieder unterbringen möchten, bietet sich hierfür die Verwendung von Reparaturvlies an. Das Vlies wird um den Dübel gelegt und füllt so den Hohlraum zwischen Dübel und Wandmaterial.

Dübel eingipsen

Analog zum Montagekleber kann Gips verwendet werden, um herausgefallene Dübel wiedereinzusetzen. Jedoch ist die Tragfähigkeit anschließend eher gering, da Gips ein poröses Material ist und sich eher zum Verschließen von Löchern eignet.

Dübel entfernen

Wer Dübellöcher wieder verschwinden lassen möchte, muss dazu zunächst den darin befindlichen Dübel entfernen. Sitzt der Dübel fest, bedarf es einiger Tricks.

 

Das richtige Werkzeug zum Dübel entfernen

Je nach Dübel werden diese unterschiedlich in der Wand gehalten. Die gängigste Form ist der Spreizdübel, der sich durch das Eindrehen der Schraube aufweiten und in der Wand verankert. Entfernen Sie bei dieser Dübelform zunächst die Schraube.

 

Dübel ziehen

Um den Dübel greifen zu können, ist eine Flachspitzzange optimal. Alternativ können Sie auch versuchen, einen Korkenzieher in den Dübel einzudrehen. In jedem Fall sollen Sie vorsichtig und langsam an dem Dübel ziehen, um sich nicht selbst zu verletzen oder den Dübel zu brechen.
Falls der Dübel nicht komplett entfernt werden kann, dann wird er am besten mit einem Teppichmesser abgeschnitten und das Loch mit Spachtelmasse versiegelt.

Metalldübel lassen sich dagegen schwerer entfernen. Hier kann nur die Variante mit der Zange probiert werden. Gegebenenfalls kann eine Schraube leicht in den Dübel eingedreht werden, um den Dübel daran herauszuziehen. Die Schraube darf aber nicht so tief sitzen, dass der Dübel sich aufspreizt.

Bei Hohlraumdübeln gibt es unterschiedliche Formen. Einige lassen sich ebenso einfach herausdrehen wie sie eingedreht wurden. Dies ist bei verschiedenen Gipskartondübeln der Fall. Gekippte Hohlraumdübel fallen in den Hohlraum, sobald die Schraube und die Haltevorrichtung entfernt wurden.
Hohlraumdübel, die mit einer Montagezange aufgefächert wurden, lassen sich durch einen Schlag auf die Schraube wieder zusammenfalten. Dazu muss die Schraube ein Stück aus dem Dübel herausgedreht werden, sodass sie gerade noch im Gewinde hinten im Dübel greift. Mit einem kurzen Schlag auf den Kopf der Schraube streckt sich der Dübel wieder und kann gezogen werden.

 

Dübel ausbohren

Eine gröbere Variante ist das Ausbohren des Dübels. Dabei darf der Bohrer gerade so groß sein, dass er in den Dübel passt und leicht in den Kunststoff greift. Das Gewinde des Bohrers frisst sich sozusagen in den Dübel und bohrt diesen so aus. Dabei können Reste in Bohrloch zurückbleiben, die sich am besten mit einem Staubsauger entfernen lassen.

 

Exkurs: Muss man Dübel beim Auszug entfernen?

Generell gehört das Bohren und Setzen von Dübeln zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung. Theoretisch gibt es eine Obergrenze, wie viel Bohrlöcher als übliches Maß angesehen werden können. Über eine genaue Zahl sind sich die Landesgerichte jedoch uneinig.
In einem Urteil des Bundesgerichtshofs heißt es dazu:

„Hierzu führt das Berufungsgericht aus, es gehöre zum vertragsgemäßen Gebrauch, dass der Mieter Dübel setzen und Kacheln, insbesondere in Bädern und in der Küche, anbohren dürfe. Die Grenze für das Gebrauchsrecht des Mieters sei das verkehrsübliche Maß. Soweit der Vermieter es unterlassen habe, in einem Bad die Halterung für die üblichen Installationsgegenstände wie Spiegel, Konsole, Handtuchhalter anzubringen, sei der Mieter berechtigt, dies nachzuholen.“

Ob diese Dübel dann wieder entfernt und Löcher gefüllt werden müssen, sagt Ihnen Ihr Mietvertrag. In jeden Fall müssen die Dübel entfernt werden. Die Löcher hingegen müssen nur geschlossen werden, wenn der Mietvertrag dies im Zuge der Schönheitsreparaturen oder Kleinreparaturen vorsieht. Fliesen müssen entsprechend des Bundesgerichtshofs jedoch nicht ersetzt werden.

Bohrlöcher füllen

Bohrlöcher in der Wand können ganz einfach mit Reparatur-Spachtel gefüllt werden, indem die Masse mit einem Spachtel ins Loch gedrückt wird.

Zuerst sollten Sie die Dübel aus den Dübellöchern ziehen. Dann können Sie Gips anrühren und mit einem Spachtel in das Bohrloch drücken. Überschüssige Spachtelmasse sollte möglichst eben abgetragen werden. Gegebenenfalls muss nach der Trocknung erneut aufgefüllt werden, da einige Pasten schrumpfen.
Eine fertige Spachtelmasse wird mit dem fischer Reparatur Spachtel angeboten. Die Masse wird aus dem Teil der Tube gedrückt, der zunächst wie das Ende der Tube wirkt. Die Öffnung ist gerade so groß, dass die Masse gezielt in das Bohrloch gefüllt werden kann. Direkt an der Öffnung befindet sich auch ein Spachtel, mit dem das Loch glatt abgeschlossen werden kann. Nach spätestens 48 Stunden kann die Fläche abgeschliffen und nach vollständiger Durchtrocknung gestrichen werden.

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