fischer festigt gläserne Schutzwand des Markusdoms

Dauerhaft sicher am Wasser gebaut

fischer festigt gläserne Schutzwand des Markusdoms

Der Markusdom in Venedig ist ein architektonisches Meisterwerk und Wahrzeichen der Stadt. In den letzten Jahren wurde er jedoch immer wieder von Hochwasser bedroht. Ein System aus Glasbarrieren schützt den Markusdom zukünftig vor Schäden bei Flutwellen und Überschwemmungen. Mit dem fischer Injektionsmörtel FIS EM Plus im Verbund mit fischer FIS A Ankerstangen wurden die circa 1,2 m hohen Glasplatten dauerhaft sicher im Boden verankert.

Er zählt zu den Hauptattraktionen der Stadt und spektakulärsten Kathedralen in ganz Italien: Der Markusdom in Venedig (Basilica di San Marco). Hunderttausende von Besuchern besichtigen jedes Jahr die Kirche am Markusplatz (Piazza San Marco). Seit Jahrhunderten ist der Markusdom das Zentrum des öffentlichen und religiösen Lebens in Venedig.

Objektsteckbrief Markusdom Venedig

Aufgabenstellung:
Bedrohung durch Hochwasser. Ein System aus Glasbarrieren schützt den Markusdom zukünftig vor Schäden bei Flutwellen und Überschwemmungen.
Baujahr
Die dem Evangelisten Markus gewidmete Kirche wurde 828 gestiftet, ihr heutiges Erscheinungsbild stammt jedoch aus dem 11. Jahrhundert.
Schutzwand:
Die gläserne Schutzwand des Markusdoms besteht aus thermisch vorgespanntem, mehrschichtigem Glas und ist an eine Struktur aus Edelstahl AISI 316 gebunden.
Schutzwall:
Die 1,20 m hohe Balustrade soll die Basilika fortan bis zu einem Flutpegel von 2 m über normal gegen Überschwemmungen absichern. So kann der Schutzwall aus Glas das historische Wahrzeichen trockenhalten und für die kommenden Generationen erhalten.
Die dem Evangelisten Markus gewidmete Kirche wurde 828 gestiftet, ihr heutiges Erscheinungsbild stammt jedoch aus dem 11. Jahrhundert. Der Markusdom vereint byzantinische Architektur und weitere Stile, wie spätere Erweiterungen durch venezianische Gotik, in sich. Er ist Zeugnis der Macht der Republik Venedig (Serenissima), der See- und Wirtschaftsmacht vom 7./8. Jahrhundert bis 1797. Seit 1807 ist der Markusdom die Kathedrale des Patriarchen von Venedig.

Von kostbaren Marmorsäulen bis zu zahlreichen Goldblatt-Mosaiken, die dem Dom den Namen „Goldene Basilika“ einbrachten, finden sich hier zahlreiche Kunstschätze. Er beherbergt auf 8.000 m² eine der größten zusammenhängenden Mosaikflächen der Welt. Doch der Markusdom wird immer wieder von Hochwasser bedroht. Optisch zurückhaltende Glasbarrieren sollen das historische Wahrzeichen für die kommenden Generationen bewahren.

In der Nacht auf den 13. November 2019 war das Wasser in Venedig auf 1,87 m über dem Meeresspiegel gestiegen. Dies ist der höchste aufgezeichnete Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966 mit einem Pegel von 1,94 m. Das Salzwasser drang in die Krypta des Doms ein, verursachte statische Probleme und richtete Schäden an Bodenmosaiken und Mauerwerk an. Schwerwiegend sind die Auswirkungen durch Ausblühungen, etwa an Ziegelsteinen, an Kalksteinen und am Marmor im Markusdom.

Dabei werden die Salze als Bestandteile der Baustoffe durch die Feuchtigkeit gelöst und dringen aus der Struktur. An der Bauteiloberfläche bleiben sie als unansehnlicher Belag zurück, wenn das Wasser verdunstet. Bei der Verdunstung und Austrocknung kommt es dazu, dass die Salze auskristallisieren und ihr Volumen vergrößern. Gerade die für venezianische Architektur typischen Kalksteine und der Marmor werden stark durch die Einwirkung von Salzwasser beeinträchtigt. In den Hohlräumen und Rissen des Gesteins bilden sich Unterausblühungen, die zu Abblätterungen, Rissen und Abplatzungen führen.

Die gläserne Schutzwand des Markusdoms besteht aus thermisch vorgespanntem, mehrschichtigem Glas und ist an eine Struktur aus Edelstahl AISI 316 gebunden. Etwa 150 Laufmeter Glasscheiben im rechten Winkel umgeben die Basilika im ganzen Umfang. Das Glas der Platten wurde extra klar gewählt, um die Farbe des weißen Marmors an der Fassade des Markusdoms nicht zu verändern. So bleibt der Blick vom Markusplatz auf die Kathedrale trotz Barriere unbeeinträchtigt. Zur Sicherung der Edelstahlschienen in Betonfundament kam der fischer Injektionsmörtel FIS EM Plus zusammen mit FIS A Ankerstangen zum Einsatz. 
Das chemische Befestigungssystem garantiert dauerhaft sichere Verankerungen in Beton als auch nachträgliche Bewehrungsanschlüsse gemäß Europäisch Technischen Bewertungen (ETAs) sowie ICC-Zulassung für die USA und fernöstliche Länder. Dabei beträgt seine Nutzungsdauer in der ETA 100 Jahre und laut Stuttgarter Ingenieurbüro IEA 120 Jahre. Der Injektionsmörtel ist zugelassen für Seismik-Anwendungen der Leistungskategorie C1 und C2 (ETA) bzw. A bis F gemäß ICC-ESR. Auch in wassergefüllten Bohrlöchern und im Falle ausbrechenden Feuers (Feuerwiderstand R240) ist er die sichere Wahl. Seine ICC-Zulassung umfasst zudem die Unterwassermontage.

Die 1,20 m hohe Balustrade soll die Basilika fortan bis zu einem Flutpegel von 2 m über normal gegen Überschwemmungen absichern. So kann der Schutzwall aus Glas das historische Wahrzeichen trockenhalten und für die kommenden Generationen erhalten. 
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