Die Hinterschnitttechnik ist ein Befestigungsprinzip, bei dem ein Verankerungselement (z. B. ein Dübel oder Anker) in einem Bohrloch so fixiert wird, dass es sich hinter der Bohrlochwand mechanisch „verkrallt“. Dabei entsteht ein sogenannter Hinterschnitt: Das Bohrloch wird im hinteren Bereich erweitert, sodass das Befestigungselement beim Setzen eine formschlüssige Verbindung eingeht. Die Lastübertragung erfolgt somit nicht nur durch Reibung (wie bei Spreizdübeln), sondern vor allem durch Formschluss. Typische Anwendungen sind die Befestigung von Fassadenplatten, die Befestigung in Beton und Naturstein oder sicherheitsrelevante Verankerungen.
Die Hinterschnitttechnik wird überall dort eingesetzt, wo sichere, dauerhafte und optisch anspruchsvolle Befestigungslösungen gefordert sind. Besonders bei großformatigen Fassaden- oder Glaselementen bietet sie entscheidende Vorteile, da sie eine unsichtbare und belastbare Montage ermöglicht.