

Die Wahl fiel auf das System der fisco GmbH, einem Unternehmen der Unternehmensgruppe fischer. Die Module heben den Bordstein auf einer Länge von 4,6 m um exakt 2 cm an. Gleichzeitig wird das angrenzende Pflaster niveaugleich angepasst. Zusammen mit neuen Klapprampen und modifizierten Fahrzeugtüren entsteht ein stufenarmer Einstieg. Das Montagekonzept bietet folgende Vorteile:

Ein barrierefreier öffentlicher Nahverkehr schafft die Grundlage dafür, dass Menschen selbstbestimmt und gleichberechtigt mobil sein können.
Für den sicheren Halt der GFK-Elemente auf dem Bordstein sorgt Verankerungstechnik von fischer.
Eingesetzte Schrauben: fischer UltraCut Betonschrauben FBS II 8 x 60 10 SK R mit Senkkopf sowie FBS II 8 x 60 10 US R mit angepresster Scheibe.
Korrosionsbeständiger Edelstahl (R): Die Ausführung in Edelstahl A4 widersteht Feuchtigkeit, Taumitteln und aggressiven Umwelteinflüssen dauerhaft.
Ebene Oberfläche: Die Senkkopfschrauben schließen bündig mit dem Profil ab. So entstehen keine Stolperfallen im Einstiegsbereich.

Der glasfaserverstärkte Kunststoff erfüllt die strengen Anforderungen des schienengebundenen Nahverkehrs.
Sicherheit bei Fahrstrom: GFK leitet keinen Strom. Das Material ist antistatisch und antimagnetisch.
Hohe Rutschhemmung: Die Oberfläche erfüllt die Klasse R13 nach DIN EN 16165. Sie bietet auch bei Nässe sicheren Tritt.
Zertifizierter Brandschutz: Nach DIN EN 13501-1 erreichen die Profile die Klasse Bfl-s1,d0. Sie sind schwerentflammbar, raucharm und tropfen nicht ab.
Gute Sichtbarkeit: Die Farbgebung in Signalgelb (RAL 1003) und Weiß setzt klare optische Kontraste. Das unterstützt sehbehinderte Personen beim Einstieg.

Kassel nutzt eine bereits erprobte Lösung. fisco setzte zuvor 63 Rampensysteme in Darmstadt sowie 67 Bahnsteigerhöhungen in Jena erfolgreich um. Die modularen GFK-Komponenten zeigen: Die gezielte Nachrüstung bestehender Haltestellen ist eine wirtschaftliche und ressourcenschonende Alternative zum kompletten Neubau.
