Unter Tage herrschen besondere Bedingungen. Feuchtigkeit, massiver Fels und wenig Platz machen jede Befestigung zur Herausforderung. Im Museumsbergwerk Schauinsland setzt die Bergwacht deshalb Anschlagpunkte, auf die sie sich im Ernstfall verlassen können muss. Eine sichere Verankerung im Fels ist hier die Grundlage für Rettungseinsätze – und beginnt lange bevor der Anker gesetzt wird.
Gemeinsam mit der Bergwacht zeigen wir, wie eine Felsbefestigung entsteht und warum nicht nur das passende Befestigungssystem, sondern auch eine saubere Verarbeitung entscheidend ist.
Bevor gebohrt wird, wird der Fels sorgfältig geprüft. Nicht jede Stelle eignet sich als Anschlagpunkt. Erst wenn der Untergrund überzeugt, beginnt die eigentliche Montage.
Für das Bohrloch kommt der fischer Quattric II zum Einsatz. Mindestens genauso wichtig wie das Bohren selbst ist jedoch die Vorbereitung des Bohrlochs. Denn eine sichere Verankerung entsteht nur, wenn alle Arbeitsschritte sauber ausgeführt werden.

Nach dem Bohren wird das Bohrloch gründlich gereinigt. Ausblasen, Bürsten und erneutes Ausblasen sorgen dafür, dass der Injektionsmörtel optimal mit dem Untergrund verbinden kann.
Anschließend wird der fischer FIS VW Plus vorbereitet und das Bohrloch gleichmäßig verfüllt. Danach wird der Ankerhaken mit einer leichten Drehbewegung eingesetzt. Gerade im Bergwerk spielt auch die Feuchtigkeit eine Rolle, denn sie kann die Aushärtezeit verlängern. Erst nach vollständiger Aushärtung ist die Verankerung im Fels belastbar.

Im Besucherbergwerk können sich bis zu 100 Personen aufhalten. Um im Ernstfall sicher zu sein, sorgen wir selbst für die Verankerungen.
Eine sichere Verankerung im Fels entsteht nicht durch einen einzelnen Arbeitsschritt, sondern durch das Zusammenspiel aus geeignetem Untergrund, sauberem Arbeiten und dem richtigen Befestigungssystem.
Wie die Bergwacht den Anschlagpunkt Schritt für Schritt setzt und wie eine Rettung im Ernstfall aussieht, erfährst du in der kompletten Festmacher Story im Video.