Sicher verankern im Fels

So setzt die Bergwacht Haken im Besucherbergwerk

Sicher verankern im Fels

Verankerung im Fels – warum im Bergwerk jeder Handgriff zählt

Unter Tage herrschen besondere Bedingungen. Feuchtigkeit, massiver Fels und wenig Platz machen jede Befestigung zur Herausforderung. Im Museumsbergwerk Schauinsland setzt die Bergwacht deshalb Anschlagpunkte, auf die sie sich im Ernstfall verlassen können muss. Eine sichere Verankerung im Fels ist hier die Grundlage für Rettungseinsätze – und beginnt lange bevor der Anker gesetzt wird.

Gemeinsam mit der Bergwacht zeigen wir, wie eine Felsbefestigung entsteht und warum nicht nur das passende Befestigungssystem, sondern auch eine saubere Verarbeitung entscheidend ist.

Anker fachgerecht setzen – der richtige Untergrund entscheidet

Bevor gebohrt wird, wird der Fels sorgfältig geprüft. Nicht jede Stelle eignet sich als Anschlagpunkt. Erst wenn der Untergrund überzeugt, beginnt die eigentliche Montage.

Für das Bohrloch kommt der fischer Quattric II zum Einsatz. Mindestens genauso wichtig wie das Bohren selbst ist jedoch die Vorbereitung des Bohrlochs. Denn eine sichere Verankerung entsteht nur, wenn alle Arbeitsschritte sauber ausgeführt werden.

Bohren, Pusten, Bürsten: Präzises Arbeiten rettet Leben.

Bohrloch reinigen, Injektionsmörtel verarbeiten und Ankerhaken montieren

Nach dem Bohren wird das Bohrloch gründlich gereinigt. Ausblasen, Bürsten und erneutes Ausblasen sorgen dafür, dass der Injektionsmörtel optimal mit dem Untergrund verbinden kann.

Anschließend wird der fischer FIS VW Plus vorbereitet und das Bohrloch gleichmäßig verfüllt. Danach wird der Ankerhaken mit einer leichten Drehbewegung eingesetzt. Gerade im Bergwerk spielt auch die Feuchtigkeit eine Rolle, denn sie kann die Aushärtezeit verlängern. Erst nach vollständiger Aushärtung ist die Verankerung im Fels belastbar.

Der fischer FIS FV Plus hat sich feuchten Umgebungsbedingungen bewährt.

Anker im Fels setzen – Schritt für Schritt

Teamwork und perfekte Vorbereitung
Im Besucherbergwerk können sich bis zu 100 Personen aufhalten. Um im Ernstfall sicher zu sein, sorgen wir selbst für die Verankerungen.
Bernd, Bergwacht Museumsbergwerk Schauinsland bei Freiburg
Verwendete Produkte im Bergwerk

Befestigung in feuchten Bedingungen

  • FIS VW Plus: Zugelassene Verwendung im wassergefüllten Bohrloch, ganzjährige Verarbeitung durch Installationstemperatur von -10°C bis +40°C, Zügiger Arbeitsfortschritt durch kurze Aushärtungszeit
  • Quattric II mit 12 mm Durchmesser: Hohe Standzeit durch Hartmetallkopf, Zentrierspitze (kein Verlaufen auf glatten Oberflächen), schneller Bohrfortschritt und erhöhte Lebensdauer
  • KPM 3: Perfektes Ausrichten der Düse durch frei drehbaren Kartuschenhalter und zugängliche Kartusche

Der Praxistest: Hält die Verankerung im Ernstfall?

Eine sichere Verankerung im Fels entsteht nicht durch einen einzelnen Arbeitsschritt, sondern durch das Zusammenspiel aus geeignetem Untergrund, sauberem Arbeiten und dem richtigen Befestigungssystem.

Wie die Bergwacht den Anschlagpunkt Schritt für Schritt setzt und wie eine Rettung im Ernstfall aussieht, erfährst du in der kompletten Festmacher Story im Video. 

Die Bergwacht im Einsatz
Sichere Befestigung
cd-green-6db56bc646-26pd6