„Wie du siehst, siehst du nichts!“

02. April 2019

Immer wieder schauen wir nach. Aber es passiert einfach nichts, und das seit über 40 Jahren. Wir messen, wir prüfen und wir testen, aber keine Veränderung. Bei unserem Langzeitversuch am Hauptsitz in Waldachtal bewegt sich der Dübel einfach nicht. Warum in diesem Fall Stillstand kein Rückstand ist, liest du hier.

Die Anfänge des Langzeitversuchs

Alles begann am Rosenmontag im Jahr 1977, dem 21. Februar: Der Langzeitversuch mit dem fischer Rahmendübel S10 R-G 135. Als erster Rahmendübel für Fassaden weltweit ermöglichte er, dass nun in Mauerwerk wie Ziegelsteinen hohe Lasten zulässig befestigt werden konnten. Damit hob er die Befestigungstechnik auf ein neues Niveau. Zur Produktherstellung wurde besonders fester und zäher Kunststoff verwendet: Polyamid. Doch wie lange hält dieses Produkt? In unserer Entwicklung wird es mit einem Langzeitversuch noch heute getestet, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Wohlfühltemperaturen für den Dübel

Der Test des Rahmendübels setzt sich wie folgt zusammen: Der Dübel wird in Beton mit einer passenden galvanisch verzinkten Schaube durch einen als Anbauteil dienenden Zugadapter gesetzt. Am Zugadapter wird ein Gewicht mit 160 kg angehängt, was der doppelten zulässigen Last entspricht. Fertig ist der Versuchsaufbau. Und jetzt wird beobachtet und dokumentiert? Nicht ganz. Wichtige Randbedingungen müssen gewährleistet sein, ansonsten würden die Versuchsergebnisse verfälscht werden. So findet man im Versuchsraum angenehme +23° C Raumtemperatur vor, bei einer Luftfeuchtigkeit um die 50%. Ab jetzt wird beobachtet und dokumentiert.
Durch konstante zentrische Zugbelastung unter klimatisierten Bedingungen wird das Langzeitverhalten des S10 R-G 135 genau untersucht.

In 42 Jahren einen zehntel Millimeter

Und was ist in den letzten, rund 42 Jahren passiert? „Der Dübel hat sich kaum bewegt“, erklärt Lehmann. Er verweist auf den Prüfbericht und lacht: „wie du siehst, siehst du nichts“.
Da der Rahmendübel die Dauerlast problemlos aufgenommen hat, lässt sich die anfängliche geringe axiale Verschiebung darauf zurückführen, dass sich durch den Setzprozess der Schraube das Polyamid des Dübels ausdehnt, was sich nach relativ kurzer Zeit wieder beruhigt. Ab dann lässt sich ein gleichbleibender Verlauf der Kurve ablesen. An den Messuhren lässt sich ebenfalls ablesen, dass sich der Dübel in den vergangenen 42 Jahren gerade einmal einen zehntel Millimeter bewegt hat.

„Ein solcher Langzeittest zeugt von dem hohen Qualitätsanspruch, den fischer an seine Produkte stellt, sowie von der Gründlichkeit, diese auf die Probe zu stellen“, sagt Lehmann. Zum Vergleich: Damit heute ein Dübel eine Zulassung erhält, wird dieser mindestens 3.000 Stunden getestet und anschließend per mathematischem Ansatz nach FINDLEY auf 50 Jahre hochgerechnet. Der FINDLEY-Ansatz hat den Vorteil, dass mit wenigen Parametern eine realitätsnahe Kurve errechnet werden kann. Um diese Theorie mit der Praxis zu untermauern, wird das Langzeitverhalten unseres Rahmendübels S10 dagegen seit rund 368.000 Stunden untersucht.

„Wie du siehst, siehst du nichts!“

Immer wieder schauen wir nach. Aber es passiert einfach nichts, und das seit über 40 Jahren. Wir messen, wir prüfen und wir testen, aber keine Veränderung. Bei unserem Langzeitversuch am Hauptsitz in Waldachtal bewegt sich der Dübel einfach nicht. Warum in diesem Fall Stillstand kein Rückstand ist, liest du hier.

Die Anfänge des Langzeitversuchs

Alles begann am Rosenmontag im Jahr 1977, dem 21. Februar: Der Langzeitversuch mit dem fischer Rahmendübel S10 R-G 135. Als erster Rahmendübel für Fassaden weltweit ermöglichte er, dass nun in Mauerwerk wie Ziegelsteinen hohe Lasten zulässig befestigt werden konnten. Damit hob er die Befestigungstechnik auf ein neues Niveau. Zur Produktherstellung wurde besonders fester und zäher Kunststoff verwendet: Polyamid. Doch wie lange hält dieses Produkt? In unserer Entwicklung wird es mit einem Langzeitversuch noch heute getestet, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Wohlfühltemperaturen für den Dübel

Der Test des Rahmendübels setzt sich wie folgt zusammen: Der Dübel wird in Beton mit einer passenden galvanisch verzinkten Schaube durch einen als Anbauteil dienenden Zugadapter gesetzt. Am Zugadapter wird ein Gewicht mit 160 kg angehängt, was der doppelten zulässigen Last entspricht. Fertig ist der Versuchsaufbau. Und jetzt wird beobachtet und dokumentiert? Nicht ganz. Wichtige Randbedingungen müssen gewährleistet sein, ansonsten würden die Versuchsergebnisse verfälscht werden. So findet man im Versuchsraum angenehme +23° C Raumtemperatur vor, bei einer Luftfeuchtigkeit um die 50%. Ab jetzt wird beobachtet und dokumentiert.
Durch konstante zentrische Zugbelastung unter klimatisierten Bedingungen wird das Langzeitverhalten des S10 R-G 135 genau untersucht.

In 42 Jahren einen zehntel Millimeter

Und was ist in den letzten, rund 42 Jahren passiert? „Der Dübel hat sich kaum bewegt“, erklärt Lehmann. Er verweist auf den Prüfbericht und lacht: „wie du siehst, siehst du nichts“.
Da der Rahmendübel die Dauerlast problemlos aufgenommen hat, lässt sich die anfängliche geringe axiale Verschiebung darauf zurückführen, dass sich durch den Setzprozess der Schraube das Polyamid des Dübels ausdehnt, was sich nach relativ kurzer Zeit wieder beruhigt. Ab dann lässt sich ein gleichbleibender Verlauf der Kurve ablesen. An den Messuhren lässt sich ebenfalls ablesen, dass sich der Dübel in den vergangenen 42 Jahren gerade einmal einen zehntel Millimeter bewegt hat.

„Ein solcher Langzeittest zeugt von dem hohen Qualitätsanspruch, den fischer an seine Produkte stellt, sowie von der Gründlichkeit, diese auf die Probe zu stellen“, sagt Lehmann. Zum Vergleich: Damit heute ein Dübel eine Zulassung erhält, wird dieser mindestens 3.000 Stunden getestet und anschließend per mathematischem Ansatz nach FINDLEY auf 50 Jahre hochgerechnet. Der FINDLEY-Ansatz hat den Vorteil, dass mit wenigen Parametern eine realitätsnahe Kurve errechnet werden kann. Um diese Theorie mit der Praxis zu untermauern, wird das Langzeitverhalten unseres Rahmendübels S10 dagegen seit rund 368.000 Stunden untersucht.