Faszination Holz – nachhaltiger Baustoff mit vielen Vorteilen

04. September 2020

Holz ist ein faszinierender Rohstoff. Es kann für Häuser, Möbel, Papier, als Wärmequelle und vieles mehr genutzt werden. Da Bäume natürlich nachwachsen und dafür ausschließlich Sonnenenergie benötigen, ist Holz in hohem Maße nachhaltig. Diese Vorteile und die Tatsache, dass Bäume in der Wachstumsphase Sauerstoff freisetzen und das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) während der gesamten Nutzungsdauer binden, machen Holz zu einem der wertvollsten und beliebtesten Baustoffe überhaupt. Kein Wunder also, dass Bauen mit Holz weiter voll im Trend liegt.

Die deutsche Holzbranche boomt. Verbraucher setzen immer häufiger auf den nachwachsenden Baustoff: Seit 2007 hat sich die Anzahl der genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise fast verdoppelt, berichtet das Statistische Bundesamt. Etwa 18 Prozent der insgesamt rund 120.000 Neubauten im Jahr 2017 wurden aus Holz gebaut. Damit stieg der Prozentsatz der Holzbauten in den vergangenen zehn Jahren um knapp fünf Prozent an. Im Wohnungsbau bleibt der Ziegel mit einem Anteil von rund 30 Prozent zwar einsamer Spitzenreiter, doch gerade im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser holt Holz in großen Schritten auf.

Deutschland verfügt mit etwa 11,4 Millionen Hektar über eine der größten Waldflächen aller EU-Länder. Die letzte große Waldinventur über die aktuellen Bestände, in Auftrag gegeben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, liegt mittlerweile acht Jahre zurück. Sie ergab, dass zwischen 2002 und 2012 etwa 76 Millionen Kubikmeter Holz pro Jahr genutzt wurden – damit hat die Branche einen jährlichen Gesamtumsatz von rund 180 Milliarden Euro erwirtschaftet. Um diese gewaltigen Holzmengen zu schlagen und zu verarbeiten, stehen in Deutschland rund eine Million Beschäftigte in Lohn und Brot (Quelle: Waldinventur 2012).

Nachhaltige Waldwirtschaft als Schlüssel

Um diese großen Waldflächen nachhaltig zu bewirtschaften, ist Weitsicht gefragt. Besonders in Zeiten, in denen der Wald zunehmend unter Borkenkäferbefall und Trockenheit leidet. „Gerade jetzt ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung extrem wichtig“, sagt Ferdinand Schorpp, Diplom-Forstingenieur und Revierleiter des Landkreises Freudenstadt. Für ihn bedeutet Nachhaltigkeit dabei nicht nur, dass er sich um die nachfolgenden Waldgenerationen kümmert – der Revierförster sorgt auch dafür, dass nur so viel Holz geerntet wird, wie auch nachwächst, dass der aktuelle Holzbedarf stets gedeckt ist und der Wald dabei als Ökosystem gesund bleibt. Ferdinand Schorpp: „Im Grunde versuchen meine Kollegen und ich, so zu wirtschaften, dass die nächste Generation die gleichen Möglichkeiten vorfindet wie wir.“

 Ursprünglich stammt der Begriff Nachhaltigkeit übrigens aus der Forstwirtschaft. Was es damit genau auf sich hat, wie nachhaltig deutsche Wälder bewirtschaftet werden und vieles mehr erklärt uns Förster Ferdinand Schorpp im Blogbeitrag „Förster ist für mich kein Beruf – es ist eine Berufung“.

Blick von unten auf die Baumkronen in einem dicht bewaldeten Gebiet.
Um das Ökosystem im Wald gesund zu halten, bedarf es einer nachhaltigen Bewirtschaftung.

Auch die Zahlen der letzten Waldinventur belegen, wie nachhaltig der deutsche Wald bewirtschaftet wird: So lag im Jahr 2012 der jährliche Holzzuwachs in Deutschland bei rund 122 Millionen Kubikmeter – und damit deutlich über der geschlagenen Holzmenge. Neben der gewissenhaften Arbeit der Förster sind auch die gesetzlichen Regularien ein Grund dafür: So wird laut Revierförster Schorpp alle zehn Jahre eine sogenannte „Forsteinrichtung“ durchgeführt. Aus dieser Bestandsaufnahme des Waldes entsteht ein Plan für das nächste Jahrzehnt, in dem unter anderem die maximalen Mengen an geerntetem Holz pro Waldstück festgelegt werden. Des Weiteren kontrollieren unabhängige Stellen wie der FSC (Forest Stewardship Council) oder das PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) diese Nutzungssätze und kennzeichnen nachhaltiges Holz durch ihre Zertifizierungen.

Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz

Die Kombination aus nachhaltiger Bewirtschaftung und hoher Nachfrage ist dabei eine Win-win-Situation – sowohl für Natur und Umwelt als auch für uns Menschen. Denn ein gesunder Wald liefert nicht nur ausreichend Rohstoffe für Häuser, Möbel, Papier & Co. – er ist auch Lebensraum für Tiere und Erholungsort. Darüber hinaus bindet Holz bereits während der Wachstumsphase – also bevor es überhaupt als Baustoff infrage kommt – das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Außerdem ist der Energieaufwand bei der Herstellung von Holzwerkstoffen geringer als bei der Produktion von Stahl und Beton. Weitere Vorteile sind: Holz verfügt über ein exzellentes Dämmverhalten und kann später jederzeit weiterverwendet werden.

Kein Wunder, dass die Baubranche immer stärker auf Holz setzt. Auch für Ralf Bäuerle, Produktmanager beim Befestigungsspezialisten fischer, ist dieser Trend keine Überraschung: „Holz ist unglaublich flexibel – man kann damit unendlich viele Dinge herstellen“, beschreibt der gelernte Zimmermann die Vielseitigkeit des Baustoffs. Darüber hinaus fasziniert ihn noch etwas anderes: „Kein Holzstück ist wie das andere. Jedes Mal, wenn ich damit arbeite, habe ich ein völlig neues Produkt vor mir liegen. Das macht die Arbeit total spannend.“

Bauarbeiter bei der Befestigung eines Moduls eines Neubaus aus Holz.

Gleichzeitig bringen diese Besonderheiten aber auch Schwächen mit sich: „Dadurch, dass Holz ein natürlich gewachsener Baustoff ist, hat es natürlich auch seine Tücken. Diese muss ich kennen“, weiß Ralf Bäuerle. Deshalb arbeitet er mit seinen Kolleginnen und Kollegen täglich daran, die Arbeit mit Holz zu vereinfachen. Neue Produkte des Befestigungsspezialisten fischer orientieren sich stets am Bedarf der Hand- und Heimwerker. So wird bei neuen Schrauben unter anderem darauf geachtet, dass das Holz nicht splittert, wenn nah am Rand gearbeitet wird.

Power-Fast II – die neue Spanplattenschraube von fischer

Noch schnellerer Anbiss, eine verbesserte Schachtel und eine höhere Maximallast: Die Power-Fast II erleichtert das Arbeiten mit Spanplatten. Hier findest du alle Vorteile der neuen Spanplattenschraube auf einen Blick.

„Das ökologische Bauen – und damit das Bauen mit Holz – wird auch zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen“, sagt fischer Experte Ralf Bäuerle. Oder anders ausgedrückt: „Der Markt wird immer größer und darauf müssen wir uns einstellen!“ Deshalb wird der Befestigungsspezialist fischer auch in den kommenden Jahren weiterhin neue Produkte entwickeln.

Die neue Spanplattenschraube Power-Fast II von fischer bietet eine schnelle und flexible Verarbeitung. Hier findest du alle Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten!

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