Wenn beim Befestigen Fehler gemacht werden, herrscht häufig Ratlosikgkeit.

Die 5 häufigsten Fehler beim Befestigen

02. Oktober 2020

DIY (Do-it-Yourself) liegt im Trend. Immer häufiger wird Deko selbst gebastelt, der Garten mit einer selbst gebauten Liege verschönert oder stylishe Lampen im Industrial Style gebaut. Doch Vorsicht bei sicherheitsrelevanten Befestigungen. Wir zeigen die häufigsten Befestigungsfehler und wie du diese vermeidest.

1. Fehler:  Nicht tief genug gebohrt

Das Regal ist fertig gezimmert und soll nun an der Wand fixiert werden. Dafür misst der Anwender vorab exakt die Bohrstelle ab und zeichnet sie an. Beim Bohren ist besonders wichtig, dass keine Leitungen angebohrt werden. Doch daneben gibt es noch eine weitere Stolperfalle: Wenn du nicht tief genug bohrst, kann die Schraube anstehen und beim Weiterdrehen abbrechen. Das sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb lautet unsere Faustformel: Der Bohrlochdurchmesser sollte so groß wie der Kunststoffdübel sein. Mach dir Gedanken, wie tief die Schraube im Bohrloch sein wird. Diese muss länger gewählt werden als der Dübel und das Anbauteil zusammen dick sind. Ist die Schraube wesentlich zu lang, muss das Bohrloch die Schraube auch aufnehmen können. Schon gewusst? Die Kunststoffdübel werden nach ihrem Durchmesser benannt: Für einen 8er-Dübel muss mit einer (Schlag-) Bohrmaschine ein 8 mm großes Loch gebohrt werden. Die passende Schraube ist dann etwas kleiner als der Dübeldurchmesser. Weitere Angaben findest du auch auf der Produktverpackung.

Ein Hohlbohrer ermöglicht das Bohren und gleichzeitige Reinigen der Bohrlöcher in einem Arbeitsschritt.

2. Fehler:  Falsche Bohrmethode verwendet

Ein häufiger Fehler schleicht sich beim Bohren ein. Das Bohrloch ist angezeichnet und der nächste Arbeitsschritt kann folgen. Doch welches Werkzeug ist dafür das richtige? Hier gibt es häufig Probleme, weiß unser Anwendungstechniker Andreas Cardinal. „Wenn zum Beispiel bei chemischen Patronensystemen anstelle des Hammerbohrers ein Schlagbohrer beim Setzen verwendet wird, führt kann dies das zu Problemen führen“. Vor allem bei der Verarbeitung von Patronensystemen mit großen Abmessungen kann der Anker dann nicht tief genug gesetzt werden. Die Schlagbohrmaschine gilt zwar als Universalwerkzeug, bei zum Beispiel hartem Beton sollte dennoch der Hammerbohrer zum Einsatz kommen. In anderen Baustoffen wie Hochlochziegel darf dagegen auf keinen Fall mit dem Hammer- oder Schlagbohrer gearbeitet werden, das würde die Tragfähigkeit drastisch reduzieren.

3. Fehler:  Einen zu kurzen Dübel verwenden

Insbesondere in Mietwohnungen ist der Wandaufbau nicht immer bekannt. Wer trotzdem darin verankern möchte, macht am besten vorab eine Probebohrung. So lässt sich der Baustoff einfach anhand vom Bohrmehl bestimmen. Wichtig zu wissen ist, dass immer im tragenden Grund verankert wird. Ein häufiger Fehler ist die Verankerung im Putz oder in nichttragenden Schichten. Das passiert zum Beispiel, wenn der gewählte Dübel zu kurz ist. Also besser vorab die benötigte Dübellänge ermitteln, damit sicher im tragenden Untergrund verankert werden kann.

Auf unserem fischer Blog bekommst du zahlreiche Tipps für die Verwendung von chemischen Produkten.

4. Fehler:  Chemische Dübel falsch anwenden

Injektionssysteme sind bei Handwerkern schon länger bekannt. Aber auch Heimwerker greifen gerne zu dieser Befestigungslösung, da so höhere Lasten befestigt werden können. Wer nicht die ganze Kartusche benötigt, dreht gerne den Mischer wieder ab und setzt die Verschlusskappe auf. Dadurch kann der Kanal für den Härter verkleben und beim nächsten Gebrauch wird nur das Harz ausgedrückt. Damit härtet das Produkt nicht mehr aus und selbst nach langem Warten kann nicht darin verankert werden. Die Kartuschen können recht lange aufgehoben werden, wenn sie möglichst dunkel und nicht zu warm gelagert werden. Ein Kellerraum ist der beste Aufbewahrungsort. Unser Tipp: Im Sommer kann die recht kurze Verarbeitungszeit erhöht werden, wenn die Kartusche kühl gelagert wird.

5. Fehler:  Mit abgenutzten Bohrern arbeiten

Es soll zum Beispiel noch schnell der Spiegel in der Betonwand befestigt werden. Der Bohrer sieht zwar schon etwas abgenutzt aus, aber ein neuer ist eben noch nicht vorhanden. Aber Vorsicht: Wer mit zu stark abgenutzten Bohrern arbeitet, bekommt vor allem in Beton oder bei Bewehrungstreffern Schwierigkeiten beim Setzen des Ankerbolzens. Das kann bedeuten, dass der Anker am Ende nicht tief genug gesetzt werden kann und absteht.

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