Bauen auf höchstem Niveau

Bauen auf höchstem Niveau

28. März 2018

Mit einer Höhe von 2106 Metern ist der Gotthardpass in der Schweiz eine der spektakulärsten Straßen der Alpen. Die Überquerung schroffer Granitfelsen und tiefer Schluchten ist eine bauliche Meisterleistung. fischer hilft dabei, diesen Verkehrsweg auch in Zukunft sicher zu machen.

Die Überwindung von Grenzen

Der Gotthard-Pass hat große historische und kulturelle Bedeutung für die Schweiz. Als natürliche Brücke zwischen dem deutschsprachigen Kanton Uri und dem italienischsprachigen Kanton Tessin, verbindet er nicht nur die nördliche und südliche Hälfte des Landes, sondern auch den Norden und Süden Europas. Trotz dieser zentralen Bedeutung erschien das Gotthard- Massiv lange Zeit zu gewaltig, um darüber eine Straße zu bauen. 1830 wurde aus einer Vision schließlich doch Wirklichkeit. Nach jahrelanger Bauzeit wurde die erste Straße über den Pass eröffnet, eine Pionierleistung, die noch immer die Basis für die heutige Verkehrsverbindung über den Pass bildet. Später kamen zunächst ein Eisenbahn- und dann ein Autotunnel hinzu, bevor 2016 der Gotthard-Basistunnel als zweite Zugverbindung eröffnet wurde. Der Eisenbahntunnel erstreckt sich über fast 60 Kilometer. Damit ist er der längste der Welt. Außerdem trägt der unterirdische Verkehrsweg maßgeblich dazu bei, dass sich die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand bald um eine Stunde verkürzt.

Trotz dieser schnelleren Alternativen bevorzugen weiterhin Tausende von Auto- und Motorrad- und Fahrradfahrern die malerische Route über den Pass. Statt durch den Berg zu fahren, schlängeln sie sich lieber von Kehre zu Kehre über die Alpen.

Gotthard-Passstraße
Die Gotthard-Passstraße mit ihren insgesamt sechs Galerien verbindet den Norden mit dem Süden der Alpen.

Arbeiten im Alpenpanorama

Unter denen, die jedes Jahr den Pass befahren, sind Beamte des Schweizer Bundesamts für Strassen (ASTRA), Arbeiter mit ihren Baufahrzeugen und auch Experten von fischer. Und auch wenn der Ausblick mit jedem Höhenmeter noch grandioser wird, auf das Alpenpanorama achten die Mitarbeiter von fischer nur am Rande. Ihr Augenmerk gilt voll und ganz der Straßenkonstruktion.

Mit Steinschlägen im Sommer, Lawinen im Winter und extremen Wetterbedingungen über das gesamte Jahr ist die Passstraße verschiedenen Herausforderungen der Natur ausgesetzt. Um mögliche Risiken für Fahrer zu minimieren, sind mehrere Schutzmaßnamen entlang der Straße installiert. Diese müssen regelmäßig repariert und instand gehalten werden.

Die Sanierung der Gotthard-Passstraße verläuft bisher im Takt- trotz einiger Herausforderungen
Die Sanierung der Gotthard-Passstraße verläuft bisher im Takt – trotz schwieriger klimatischer Bedingungen.

fischers tragfähige Lösung

Ein solche Schutzmaßnahme wurde 2014 in Angriff genommen. Über fünf Jahre wird dabei der Abschnitt von Göschenen nach Andermatt instand gesetzt und modernisiert. Insgesamt umfasst diese Aufgabe 5150 Meter Straße, die sich über einen Höhenunterschied von 357 Metern ziehen. Ein Teil dieses Projekts ist die Verstärkung der Galerie Tanzenbein, eine von sechs solchen Vorrichtungen, die den Verkehr vor möglichen Steinschlägen, Felsstürzen und Lawinen schützen. Und hier kommt fischers Innovationskraft wörtlich zum Tragen.

Zunächst wurde das Dach verstärkt. Dafür musste alter mit neuem Beton verbunden werden. Zur Vorbereitung bohrten die Betonbauer Löcher in den Altbeton, reinigten diese und füllten sie mit dem Zwei-Komponenten- Injektionsmörtel FIS V. Anschließend schraubten sie händisch sogenannte FCC-A Beton-Beton-Schubverbinder von fischer in die Löcher. Diese Verbindungssysteme bestehen aus einer Ankerstange, also einem schraubenartigen Gewindestab, und einer Spezialmutter. Auf einer Fläche von 250 Quadratmetern kamen so 1900 Schubverbinder zum Einsatz. Nach kurzer Härtezeit des Mörtels waren diese bereits voll belastbar, um Zug- und Schubkräfte in der Fuge zwischen altem und neuem Beton aufzunehmen.

Zusätzlich zum Dach verstärkten die Betonbauer auch die Wände. Hierfür verwendeten sie ebenfalls FIS V Mörtel, um Bewehrungsstäbe zu verankern. Diese verstärken die Stützwände und verbinden neue Leitwände mit den bestehenden vertikalen Stützen der Galerie.

Auf solch anspruchsvollen Baustellen können die Launen der Natur auch noch im 21. Jahrhundert die Pläne für einen schnellen Fortschritt durchkreuzen. Aus diesem Grund passen die bauaufsichtlich zugelassenen Befestigungen FCC-A und FIS V hier ins Konzept”, erklärt Markus Unmüssig von unimarket, dem Schweizer Importeur von fischer.

Der Weg zum Erfolg

Trotz der komplexen Herausforderungen auf dieser Höhe gehen die Bauarbeiten bislang wie geplant voran. Wie sollte es auch anders sein. Die Schweiz steht für Planungsstärke und Präzision. Allerdings gesellt sich in diesem Fall zur Tugend auch die richtige Technologie. Sie wird den Anforderungen am Berg perfekt gerecht. So gelingt es dem Menschen mit Erfahrung und dem richtigen Rüstzeug, die gewaltigen Alpenketten zu überwinden – Kehre für Kehre und Pass für Pass.

FIS V 360 S

Der vielseitige Injektionsmörtel für Verankerungen in gerissenem Beton und Mauerwerk.

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Beton-Beton Schubverbinder FCC

Das zugelassene System für die Bauwerksanierung.

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